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VertragsauflösungRegiomed und Hygiene-Experte Zastrow trennen sich

Die Regiomed-Kliniken und der Leiter des eigenen Hygiene-Instituts Prof. Klaus-Dieter Zastrow beenden ihre Zusammenarbeit, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Vertrag werde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.

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DDP/Unsplash

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Seitens der Regiomed-Geschäftsführung wurde im gegenseitigen Einvernehmen mit Prof. Klaus-Dieter Zastrow entschieden, die Zusammenarbeit im Laufe dieser Woche zu beenden und den Vertrag aufzulösen.

„Auf Grund der Ereignisse der letzten Wochen haben wir im gegenseitigen Einvernehmen mit Prof. Zastrow entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden und den Vertrag aufzulösen. Wir möchten betonen, dass der Grund für die Abberufung in keinem Zusammenhang zu unserem inhaltlichen Hygienemanagement steht und es nach wie vor keinen Anlass für uns gibt, an der fachlichen Kompetenz von Prof. Zastrow zu zweifeln“, erklärt Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke. Die Aufgaben werden vorübergehend von den hygieneverantwortlichen Ärzten mit Unterstützung von externen Experten übernommen. Auch der Hygiene-Roundtable wird weiterhin bei grundsätzlichen Fragen der Weiterentwicklung des Regiomed-Hygienekonzepts unterstützen.

Mitte Mai 2020 hatte der Chef-Hygieniker Zastrow mit einem Artikel in der Südthüringer Zeitung für großen Unmut gesorgt. In einem Interview hatte er den Corona-Krisenstab des Landkreises sowie das zuständige Gesundheitsamt stark kritisiert, nachdem sich im Sonnenberger Krankenhaus 20 Mitarbeiter*innen mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Dies sorgte für großen Ärger unter den Mitarbeitern. Alexander Schmidtke bezog Position: „Auch ich persönlich bin erschrocken über die Art und Weise, in der sich der Leiter unseres Hygieneinstituts über unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußert.“ Er hätte „die gewählten Formulierungen – insbesondere in Bezug auf unsere Beschäftigten am Klinikum Sonneberg“ keinesfalls so stehen lassen, allerdings sei der Text vor der Veröffentlichung zwischen verschiedenen Krisensitzungen leider durchgerutscht.

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