Georg Thieme Verlag KG
kma Online

VertragsauflösungUMR und Schmidt einigen sich auf Trennung

Die Trennung der Universitätsmedizin Rostock von ihrem Vorstandschef Prof. Christian Schmidt ist beschlossene Sache. Man habe sich außergerichtlich geeinigt, wie Richterin Anne Kruse vom Landgericht Rostock auf Nachfrage mitteilte.

Prof. Christian Schmidt
Universitätsmedizin Rostock

Prof. Christian Schmidt

Prof. Christian Schmidt war im August 2021 vorübergehend von seinem Vorstandsposten an der Universitätsmedizin Rostock freigestellt worden. Ende September wollte er zurück auf seinen Posten und stellte einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Freistellung. Der ursprüngliche Termin am 30. September wurde dann auf den 13. Oktober verschoben. Nun teilte das Landgericht Rostock mit „Die Parteien haben sich außergerichtlich geeinigt“. Der für diesen Mittwoch anberaumte Gerichtstermin wurde aufgehoben. Antragsteller Schmidt habe seinen Antrag zurückgenommen. Gründe für die Freisetzung waren seitens der Unimedizin nicht bekanntgegeben worden.

„Wir sind mit der Vereinbarung sehr zufrieden“, sagte der Kölner Anwalt von Schmidt, Rolf Bietmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Professor Schmidt erhält ein Auslösungspaket in Millionenhöhe und wird sich zeitnah neuen Aufgaben widmen können.“ Rostock verliere jedoch einen über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannten und renommierten Wissenschaftler und Klinikchef. Details zur Vereinbarung zwischen Klinik und Schmidt nannte er nicht.

In der Unternehmensmitteilung der Universitätsmedzin wird erklärt, der Aufsichtsrat habe zugleich beschlossen, zeitnah das Besetzungsverfahren für einen neuen hauptamtlichen Ärztlichen Vorstand auszulösen. Damit sei die Grundlage geschaffen, um die bestehenden Herausforderungen zu bewältigen sowie Kran-
kenversorgung, Lehre und Forschung zu sichern.

Schmidt arbeitete seit 2014 am Klinikum. 2018 war er bereits nach dem Vorwurf zweifelhafter Geschäftspraktiken als ärztlicher Vorstand freigestellt worden. Danach wurde er wieder in sein Amt eingesetzt - die Vorwürfe ließen sich nicht konkretisieren. Die Staatsanwaltschaft Rostock hatte das Verfahren damals eingestellt.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!