Deutscher Preis für Patientensicherheit

Best-Practice-Beispiele zu Patientensicherheit und Risikomanagement

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) vergibt 2018 den Deutschen Preis für Patientensicherheit zum fünften Mal. Interessenten können sich jetzt noch bis 15. November bewerben.

Preis für Patientensicherheit 2017

Foto: APS

v.l.n.r.: Christine Faller (Kooperationseinheit Klinische Pharmazie), Friedemann Schmidt (Jurymitglied) und Dr. Hanna Seidling (Leiterin der Kooperationseinheit Klinische Pharmazie).

Die mit insgesamt 19 500 Euro dotierte Auszeichnung prämiert zukunftsweisende Best-Practice-Beispiele sowie evaluierte Forschungsarbeiten zum Thema Patientensicherheit und Risikomanagement. Der Preis soll dazu beitragen, dass praxisrelevante Erkenntnisse zur Verbesserung der Sicherheit in der Versorgung von Patienten und Pflegebedürftigen in die Breite gelangen – und möglichst viele Nachahmer finden.

2017 belegte eine Projektgruppe des Universitätsklinikums Heidelberg den ersten Platz zum Thema Patientensicherheit und Kommunikation. In der Kommunikation eines Klinikums mit dem ambulanten Versorgungssektor werden Arzneimittelrezepte durch die Einführung des Entlassrezeptes in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Umso wichtiger ist daher eine hohe inhaltliche und formale Rezeptqualität, um Missverständnisse und Versorgungslücken zu vermeiden. Nicht zuletzt durch die Rückmeldung aus öffentlichen Apotheken wurde deutlich, wie fehlerbehaftet dieser Prozess bisher war und welche Verunsicherung auf Seiten der Patienten durch missverständlich ausgestellte Rezepte entstand.

Mit einem Netzwerk an Ansprechpartnern in den einzelnen Kliniken und unterstützt durch den Klinikumsvorstand, konnte das Projektteam die Rückfragen aus den Apotheken von jedem 4. Rezept auf 4 Prozent reduzieren. Begleitet durch kontinuierliche Schulungsangebote, über 250 Prozessberatungen Vor-Ort in den Kliniken und die Etablierung einer zentralen Hotline bei Rückfragen stieg auch die Nutzung der elektronischen Rezeptschreibung von 34,9  auf über 80 Prozent an. Die Ergebnisqualität wurde dabei durch Datenerhebungen in einer repräsentativen Zahl von Apotheken im Umkreis des Klinikums objektiviert, so dass der entscheidende Endpunkt im Alltag erhoben werden konnte.

Das APS schreibt den Förderpreis zusammen mit der Aesculap AG, dem Ecclesia Versicherungsdienst, der MSD Sharp & Dohme GmbH und dem Georg Thieme Verlag aus.

Der erste Platz ist mit 10 000 Euro, der zweite mit 6000 Euro und der dritte Platz mit 3500 Euro dotiert. Das APS verleiht den Deutschen Preis für Patientensicherheit auf seiner nächsten Jahrestagung, die vom 3. bis 4. Mai 2018 in Berlin stattfindet. Wer Preisträger wird, entscheidet eine fachkundige Jury. Hinweise zur Bewerbung finden Sie unter: www.aps-ev.de/deutscher-preis-fuer-patientensicherheit

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