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PersonalbesetzungsverfahrenChefarztsuche stellt oftmals Herausforderung für Kliniken dar

Auch hat der Kandidat in einem vertraulichen Rahmen ganz andere Möglichkeiten zu fragen, wie zum Beispiel die Strategie für die nächsten Jahre ist, wie die Oberarztriege eingeschätzt wird, wie die Zusammenarbeit mit den Chefarzt-Kollegen funktioniert oder wie die Geschäftsführung mit den Chefärzten arbeitet.

Entscheidungsfähigkeit, Flexibilität und Schnelligkeit von Bedeutung

Oft registriert die Geschäftsführung in diesem Gespräch, dass sie sich selbst mit vielen Fragen auch zu Marktdaten noch nicht intensiv beschäftigt hat und kann diese Information nachreichen. Es fällt beiden Seiten dann viel leichter in die große Runde zu gehen. Zudem ist bis zu diesem Schritt die Vertraulichkeit gewahrt und beide Seiten können sich noch gut zurückziehen.

Geht es in die große Runde, ist ein Briefing notwendig. Wer sitzt sich gegenüber, was wird in der Präsentation erwartet, ist die Runde entscheidungsfähig, wie geht es danach weiter? Gute Kandidaten wollen auch hier positiv gefordert werden. Zudem dürfen die Runden nicht zu lange auseinander liegen, die Terminplanung muss möglichst schon am Anfang des Prozesses einem Kandidaten mitgeteilt werden, da dieser bei vollem OP-Programm kurzfristig nicht zur Verfügung steht.

Nichts ist ärgerlicher, als dass der Topkandidat an wichtigen Gremien-Terminen nicht kann. Oft hat ein Kandidat schon ein anderes Angebot auf dem Tisch und entscheidet sich für den Spatz in der Hand als für die Taube auf dem Dach. Hier sind Entscheidungsfähigkeit, Flexibilität und Schnelligkeit gefragt, wenn man den Kandidaten haben will.  

Präzise Kommunikation ist Trumpf  

Zudem sollte die Klinik mit den zwei oder drei Kandidaten, die ins Gremium gehen, den Vertrag bereits vorab durchverhandelt  haben, sonst ziehen sich die Vertragsverhandlungen oft kleinteilig sehr lange hin, da viele Kandidaten in diesem Thema unsicher und unerfahren sind. Dies ist ein Vertrauensthema, da Kandidaten oft von Kollegen gehört haben, dass Dinge die mündlich abgesprochen waren vom nächsten Geschäftsführer der kommt, nicht eingehalten werden.

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