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Modernes Bauen

Flexible und wirtschaftliche Lösungen durch Modulbauweise im Klinikbau

Qualitativ hochwertig, funktional und flexibel, ansprechend gestaltet, schnell errichtet sowie wirtschaftlich in Erstellung und Unterhalt – so sollen moderne Klinikbauten sein. Ein klarer Fall für moderne Modulbauweise, die hier ihre Vorteile ausspielen kann.

Modulbauweise

ALHO-Holding-GmbH

Modulbauweise im Klinikbau

Wenn es darum geht, Kliniken neu zu bauen, zu erweitern oder zu modernisieren, hat sich die Modulbauweise als „state of the art“ etabliert. Vorbei sind die Zeiten, da Modulbauten lediglich für Interimslösungen herangezogen wurden. Denn gerade was Termintreue, Kostenstabilität oder Flexibilität angeht, ist sie konventionellen Bauweisen deutlich überlegen. Modulbau ermöglicht die maßgeschneiderte und objektbezogene Planung und Ausführung des Krankenhausbaus als Ergänzung zum bestehenden Krankenhauskomplex oder als Aufstockungen auf bereits bestehende Massiv- oder Modulbauten.

Ein Modulbauprojekt der Superlative realisiert derzeit das Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen: Hier wird ein vierstöckiges Klinikgebäude in Massivbauweise um weitere fünf Modulbaugeschosse aufgestockt. Um eine gleichmäßige Lastabtragung zu gewährleisten, musste das Dach des Bestandsgebäudes zunächst zurückgebaut und mit einem sogenannten Lastverteilungsrost in Form einer Stahlunterkonstruktion ausgestattet werden. Diese wird später als Bettenstation ausgebaut und stellt zugleich die 5. Etage des Gebäudes dar. Dass Modulgebäude besonders schnell, leise und schmutzarm errichtet werden, hat bei diesem Bauvorhaben besonderes Gewicht: Das 4. OG des Bestandsgebäudes beherbergt die Kinderintensivstation und das Wohl der kleinen Patienten darf zu keinem Zeitpunkt des Baufortschritts beeinträchtigt werden.

HighTec-Module für robotergestützte Diagnostik

Das Diakonie-Klinikum Siegen wartet mit noch einer weiteren spektakulären Modulbaurealisierung auf: Im Sommer 2017 wurde der bestehende massive Krankenhausbau um einen dreigeschossigen Anbau in Modulbauweise mit Gebäudeübergängen auf allen Etagen ergänzt. Konventionell hätte dieser Neubau nur mit erheblichen Einschränkungen umgesetzt werden können. Die Planungs- und Bauzeit von nur einem Jahr reduzierten die Beeinträchtigungen im Klinikbetrieb auf ein Minimum. Auf insgesamt 1106 Quadratmetern bietet der Anbau Hightech-Räume für die Hochleistungsmedizin.

Einer der beiden OPs - ein Hybrid-OP, in dem Röntgen-Diagnostik und Operation miteinander verschmelzen - wurde mit dem modernsten bildgebenden Diagnosegerät ausgestattet, das Deutschland derzeit zu bieten hat. Damit die robotergestützte High-Tech Anlage überhaupt installiert werden konnte, mussten die Raummodule entsprechend konstruiert werden: Das gesamte Gebäude wurde auf einem „Stahlbetontisch“ stabil und ruhig gegründet. Und auch der Roboter selbst benötigt eine spezielle Stahlunterkonstruktion, um unbelastet von Schwingungen präzise arbeiten zu können.

Die Wände der fensterlosen OPs sind komplett verglast und gewährleisten besonders leicht zu reinigende Oberflächen. 1A-Raumlufttechnik befördert über Laminar Flow gleichmäßig sterile, hochreine Luft turbulenzarm in das Operationsfeld. In den Raumecken wird die Abluft abgesaugt und über Hochleistungsfilter gereinigt. Im Bereich der Radiologie wie auch im OP verfügen die Raummodule außerdem über entsprechenden Strahlenschutz.

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