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KHZG-MessinstrumentGMDS gründet Konsortium „Digitale Zukunft Krankenhaus“

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) gründet ein Konsortium, um ein Modell zur Erhebung des Digitalen Reifegrades deutscher Krankenhäuser zu entwickeln.

Ärztin am Computer
Nikcoa/stock.adobe.com

Symbolfoto

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) sieht zur übergeordneten Erfolgskontrolle, aber auch als Grundlage für Investitionsentscheidungen innerhalb der einzelnen Krankenhäuser, eine zeitnahe Erhebung des digitalen Reifegrads aller Kliniken in Deutschland vor. Unter Leitung der GMDS formiert sich hierzu das Konsortium „Digitale Zukunft Krankenhaus“, das neben ausgewählten akademischen Partnern (Hochschule Osnabrück, Universität Leipzig, Wilhelm Büchner Hochschule, Fraunhofer ISST) auch Anwendergruppen, Nutzergruppen, IT-Entscheiderinnen und Entscheider sowie Patienten- und Herstellervertretungen mit einbezieht.

Entsprechend der Vorgaben des KHZG empfiehlt das neu gegründete Konsortium ein Messinstrument, das die Stärken bestehender Ansätze berücksichtigt und mehr als nur die technologische Verfügbarkeit erfasst. Dazu wird ein Evaluationsinstrument entwickelt, das neben dem Digitalisierungsgrad auch den Effekt auf die Versorgungssituation aufzeigt und die Besonderheiten der deutschen Krankenhauslandschaft berücksichtigt. Weitere Stärken des neuen Reifegradmodells sind unter anderem die internationale Vergleichbarkeit, die Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen sowie eine adaptive Ausgestaltung.

Prof. Dr. Alfred Winter, Präsident der GMDS und Professor für Medizinische Informatik an der Universität Leipzig erklärt: “Mit diesem Konsortium holt die GMDS alle relevanten Stakeholder an einen Tisch. In Struktur und Beteiligung setzen wir auf ein großes Netzwerk etablierter Akteure. Auf der einen Seite sorgen wir durch die beteiligten Hochschulen und Universitäten für eine solide wissenschaftliche Basis des Reifegradmodells. Auf der anderen Seite helfen die Partner aus Industrie und Praxis dabei, zeitnah ein sowohl praxis- als auch prozessorientiertes System der Reifegradmessung „Made in Germany“ zu entwickeln. Dabei verfolgen wir eine möglichst realitätsnahe Datenerfassung in allen von der Digitalisierung betroffenen Bereichen der Krankenhäuser.“

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