Georg Thieme Verlag KG
kma Online

Auftakt-VeranstaltungHauptstadtkongress 2021 im CityCube feierlich eröffnet

Am 15. Juni ist der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2021 gestartet - und das in etwas anderem Format als bekannt. Aufgrund der Corona-Pandemie treffen sich die Entscheider des Gesundheitswesens in diesem Jahr erstmals im hybriden Kongressformat, dank vom Senat genehmigten Hygienekonzept.

HSK Eröffnung durch Dr. Karl-Max Einhäupl
Schmidt-Dominé/WISO

Der neue Kongresspräsident eröffnet den HSK 2021.

Vom 15. bis 17. Juni 2021 dreht sich beim Hauptstadtkongress 2021 alles rund um das Thema „Lessons learned: Wie gestalten wir unser Gesundheitswesen nach der Coronapandemie und wie es für die Veranstaltungsbranche weitergehen kann?“. Die Pandemie hat dem deutschen Gesundheitswesen nicht klarer deutlich machen können: Es wird nicht ohne noch größere Anstrengungen unter anderem im Bereich Digitalisierung gehen. Das spiegelt sich auch im diesjährigen HSK-Programm wider, welches auf Basis einer Sondergenehmigung des Berliner Senats den 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort und einem größeren Publikum auch digital präsentiert wird. Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit findet als erstes Groß-Event seit September 2020 statt und ist damit Pilotprojekt sowie zugleich die größte Hybridveranstaltung in Deutschland!

Die Themenschwerpunkte

In 91 Sessions wird auf drei Tage verteilt vor allem Cybersicherheit und digitale Kollaborationen/Plattformen, Pflegepersonalgewinnung im Ausland und die Krankenhaus-Finanzierung nach der Covid-19-Pandemie diskutiert werden. Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, dazu in der Kongress-Eröffnung: „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wo die Schwachstellen unseres Gesundheitssystems liegen. Nun müssen wir gemeinsam daran arbeiten, diese zu beseitigen, um uns gerade im Hinblick auf die Schutzausrüstungs-Bevorratung und das Finanzierungssystem von Kliniken zukunftssicher aufzustellen. Die Corona-Krise war und ist eine Personalkrise. Deshalb muss die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften zur Chefsache werden.“

In der Kongress-Eröffnung führte Ursula von der Leyen in ihrem Grußwort aus: „Wir schaffen es nur zusammen aus der Covid-19-Pandemie. Denn der Virus macht nicht vor Ländergrenzen halt.“ Die Europäische Union hat sich mit Blick auf die Zukunft deshalb folgendes auf die Fahnen geschrieben:

  • ein besseres Pandemie-Frühwarnsystem
  • beschleunigte Prozesse in der European Medicines Agency (EMA)
  • eine effektivere Behördenvernetzung sowie die Sicherstellung verlässlicher Lieferketten
  • die stärkere finanzielle Unterstützung der Digitalisierung.

Kongresspräsident Dr. Karl-Max Einhäupl griff in seinen Eröffnungsworten heraus: „Wir werden uns stärker mit dem Zustand des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) beschäftigen müssen. Denn die Corona-Krise hat schonungslos offengelegt, wie groß die Defizite in diesem Bereich sind: Zu wenig Personal, zu viel veraltete Technik. Handarbeit statt automatisierter Prozesse.“ Bei der Modernisierung und Stärkung des ÖGD spiele deshalb die Digitalisierung eine besonders wichtige Rolle.

Aber nicht nur dort. Digitalisierung in der Medizin und im Gesundheitswesen ist aus Sicht des Kongresspräsidenten heute eine Pflicht und keine Kür mehr. Insgesamt hat das Gesundheitswesen aufgrund von Corona-Pandemie einen echten Digitalisierungsschub erfahren. Viele Akteure haben plötzlich wie selbstverständlich Telemedizin wie Video-Sprechstunden und vieles mehr genutzt. Digitale Technologien bieten – nicht nur in Krisenzeiten – die Chance, Patienten umfassender und effektiver zu versorgen.

Wie sieht ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen aus? Welche Veränderungen und Anpassungen verlangt ein Gesundheitssystem von allen Beteiligten? Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2021 geht diesen wichtigen Fragen nach.

Zu einem der Höhepunkte gehört auch dieses Jahr wird die Vorstellung des Krankenhaus Rating Reports, diesmal mit dem Titel „Mit Wucht in die Zukunft katapultiert“. Wie sich zeigt, haben die deutschen Kliniken auch im Jahr 2019 finanziell erneut verschlechtert. Woran dies liegt und welche Auswege es geben könnte, diskutieren am 16. Juni Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs „Gesundheit“ beim RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Dr. Adam Pilny, Stellvertretender Leiter des Kompetenzbereichs "Gesundheit" beim RWI und Dr. Sebastian Krolop, Vorstand der HIMSS (Healthcare Information and Management System Society).

Das komplette HSK-Programm im Überblick finden Sie hier: https://www.hauptstadtkongress.de/#programm

 

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!