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Studie zur Vergütung in KrankenhäusernKrankenhaus-Manager verbuchen größere Gehaltssteigerung als Ärzte

Nichtmedizinischen Führungskräfte erhalten in diesem Jahr erstmals eine größere Gehaltssteigerung als Ärzte. Dennoch bleibt die Klinikleitung weit hinter den Gehältern der Chefärzte zurück.

Gehalt Ärzte
Foto: kma Montage

Chefärzte verdienen nach wie vor am besten.

Während in den Vorjahren meist die Ärzte die prozentual größeren Gehaltssteigerungen verbuchen konnten, haben die Krankenhäuser in diesem Jahr die Vergütung der nichtmedizinischen Führungskräfte um durchschnittlich 3,9 Prozent erhöht. Ärzte erhalten dieses Jahr eine um 3,2 Prozent höhere Vergütung.

In den Kliniken erhalten dennoch nach wie vor die Chefärzte die höchste Vergütung, denn mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 288 000 Euro lassen sie sogar die Klinikleitung hinter sich. Diese verdient im Schnitt 199 000 Euro im Jahr – und damit etwa halb so viel wie Inhaber vergleichbarer Positionen in der Privatwirtschaft, die 366 000 Euro erhalten. Unter den Abteilungsleitern in der Klinikverwaltung gehören die Personalleiter mit 95 000 Euro zu den Top-Verdienern, am unteren Ende der Spanne befinden sich mit durchschnittlich 58 000 Euro die Leiter von Servicebereichen, die beispielsweise Küche und Reinigung verantworten.

Geschäftsführer: Gehaltsspanne von 157 000 bis 259 000 Euro

In jedem Fall beeinflusst die Größe des Krankenhauses – und damit meist auch der Umfang der Verantwortlichkeiten – die Höhe der Vergütung erheblich: Bei den Geschäftsführern bewegen sich die Bezüge in einer Bandbreite von 157 000 Euro in kleineren Krankenhäusern mit bis zu 250 Beschäftigten und 259 000 Euro in größeren Krankenhäusern mit mehr als 2000 Mitarbeitern.

Wie in der Privatwirtschaft zahlen auch Krankenhäuser und Kliniken vermehrt eine variable Vergütung aus, jedoch längst nicht im gleichen Umfang. Während zum Beispiel in Industrieunternehmen 94 Prozent der Geschäftsführer eine erfolgsabhängige Vergütung erhalten, sind es in Krankenhäusern nur 73 Prozent. Im Schnitt macht der Bonus bei Krankenhaus-Geschäftsführern 16 Prozent der Gesamtvergütung aus. Unter den Chefärzten erhalten dagegen 96 Prozent variable Gehaltsbestandteile.

Diese Ergebnisse veröffentlicht die Personal- und Managementberatung Kienbaum in ihrer aktuellen Vergütungsstudie „Ärzte, Führungskräfte & Spezialisten in Krankenhäusern 2017“. Dazu hat Kienbaum insgesamt 143 Krankenhäuser und Kliniken in Deutschland befragt, die Angaben zu mehr als 3000 Positionen gemacht haben.

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