
In Oberbayern-Süd entsteht ein neues Lungenkrebszentrum. Dafür machen das Krankenhaus Agatharied, die Kreisklinik Ebersberg und das RoMed Klinikum Rosenheim gemeinsame Sache. Laut einer Unternehmensmeldung erarbeiteten die Beteiligten kürzlich, „wie sie gemäß den neuesten Leitlinien für Diagnostik und Therapie und den Qualitätsanforderungen der deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zusammenarbeiten können“.
Gemeinsam gehen wir zukunftsorientiert voran, unabhängig von der bundespolitischen Gesundheitsdebatte.
„Wir sehen die Notwendigkeit einer regionalen, qualitativ hochwertigen Versorgung von Patienten mit Lungenkarzinom. Unsere Patienten sollen nicht weite Wege auf sich nehmen müssen“, betont Prof. Dr. Thomas Bernatik, Chefarzt der Medizinischen Klinik I an der Kreisklinik Ebersberg. Ziel sei es, die an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten regional hochwertig und umfassend zu versorgen. Geplant sei es, den Hausärztinnen und Hausärzten die Chance zu geben, sich direkt mit den ExpertInnen am neuen Lungenkrebszentrum Oberbayern-Süd auszutauschen, um einen reibungslosen Informationsaustausch in der Behandlung zu gewährleisten. Das Lungenkrebszentrum integriert zudem pneumologische, onkologische und radiologische Praxen aus der Region, um ein sektorenübergreifendes, interdisziplinäres Behandlungsnetzwerk anzubieten.
Unter allen Krebsarten ist Lungenkrebs die häufigste Todesursache in Deutschland, Europa und Nordamerika. Jedes Jahr erkranken etwas mehr Frauen am Lungenkarzinom; bei Männern zeigt sich hingegen eine rückläufige Erkrankungsrate, heißt es in einer Pressemitteilung.
Wie die Kliniken ihre Versorgung vernetzen
Am Krankenhaus Agatharied wurde eine pneumologische Sprechstunde eingerichtet, in der sich Patientinnen mit auffälligen Lungenbefunden vorstellen und sofort diagnostizieren lassen können. Durch die Kliniken-Kooperation könne wohnortnah im jeweils nähsten Haus eine schnelle Abklärung bei Verdacht auf Lungenkrebs erfolgen. Dazu schließen sich die Beteiligten kooperativ und digital kurz. In einer zentralen Tumorkonferenz des Lungenkrebszentrums wird dann gemeinsam und Spezialistenteam-übergreifend jeder Patientenfall besprochen.
Wird eine Lungen-OP notwendig, erfolgt eine Klinikeinweisung nach Rosenheim in die Thoraxchirurgie. Anschließende Behandlungen wie Systemtherapie oder Bestrahlung werden in Heimatnähe des Patienten durchgeführt.
„Durch diese spezialisierte und professionelle Kooperation profitieren unsere Bürger von einer verbesserten wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Die Kliniken stärken sich gegenseitig durch engen fachlichen und vertrauensvollen Austausch. Gemeinsam gehen wir zukunftsorientiert voran, unabhängig von der bundespolitischen Gesundheitsdebatte.", sind sich die Landräte Robert Niedergesäß (Ebersberg), Olaf von Löwis of Menar (Miesbach) und Otto Lederer (Rosenheim) einig.





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