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SpezialisierungGKV für Bündelung bestimmter Eingriffe in Kliniken

Nach Meinung der GKV sollten bestimmte Eingriffe nur noch gebündelt in zertifizierten Zentren durchgeführt werden. Auch eine verbesserte Datennutzung wird gefordert, gerade im Hinblick auf die ePA, die aktiver genutzt werden soll.

Operation
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Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dringen auf eine Bündelung bestimmter Eingriffe etwa bei Krebs in spezialisierten Kliniken. Patientinnen und Patienten mit bestimmten Diagnosen sollten nur noch in zertifizierten Zentren behandelt werden, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband, am Donnerstag. Dort finde eine qualitätsgesicherte Versorgung statt. Überlebensvorteile etwa bei einer Krebserkrankung seien nachgewiesen.

Die Kassen dringen auch auf mehr Transparenz. So gebe es Millionen Daten etwa aus Abrechnungen, Behandlungsfällen und Diagnosen der Krankenhäuser. „Aber die Datennutzung, um die Versorgungsstrukturen zu verbessern und zu reformieren, geht gegen Null“, kritisierte Stoff-Ahnis. Unter anderem müssten Überangebote und doppelte Versorgungsstrukturen reduziert werden.

Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens setzen die Kassen auf mehr Schub für die elektronischen Patientenakten (ePA), die 2021 als freiwilliges Angebot für die 73 Millionen gesetzlich Versicherten gestartet sind. „Nur eine befüllte elektronische Patientenakte nützt den Patientinnen und Patienten und kann die Versorgung verbessern“, sagte die GKV-Verwaltungsratsvorsitzende Susanne Wagenmann. Um das Potenzial zu heben, müssten Ärztinnen und Ärzte sie also auch aktiv anwenden. Das Interesse unter Versicherten wachse, erläuterte der Verband. Im ersten Quartal dieses Jahres gab es demnach inzwischen mehr als 400 000 ePA-Konten.

Die Ampel-Koalition strebt für eine stärkere Verbreitung an, dass für die Nutzung der E-Akte das Prinzip „Opt out“ kommen soll – also, dass Versicherte aktiv widersprechen müssen und nicht aktiv einwilligen.

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