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SicherheitslageKliniken mehrheitlich gut auf Terroranschläge vorbereitet

Eine Umfrage unter Klinikverantwortlichen und leitenden Notfallmedizinern auf der Notfallkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) liefert positive Ergebnisse zum Sicherheitsstand an deutschen Kliniken.

Notfall
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Die Analyse der Sicherheitslage von Kliniken liefert ein vorwiegend positives Bild, lautet das Fazit einer Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Allerdings müssten mehr regelmäßige Übungen zu Schadenslagen durchgeführt werden. Denn nicht erst seit den Anschlägen der letzten Jahre ist die Sicherheit in Kliniken zu einem ernstzunehmenden Aspekt der Krankenhausplanung und Prozessorganisation geworden. Der Beitrag der DGU-Arbeitsgruppe Einsatz-, Katastrophen und Taktische Chirurgie (EKTC) zu diesem Thema ist jetzt in der Fachzeitschrift „Der Unfallchirurg“ erschienen.

KAEP und Alarmmeldung in den meisten Kliniken auf aktuellem Stand

Die Krankenhäuser sind sich ihrer Situation bewusst. Vielfach wurde daher die bestehende Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP) an die neuen Herausforderungen angepasst. Die KAEP ist ein vielfach genutztes Instrument der Vorbereitung auf eine besondere Schadenslage. Die Umfrage zeigt, dass derartige Pläne in den Kliniken von 84 Prozent der Befragten vorliegen. Bei knapp zwei Dritteln wurden die Pläne in den vergangenen drei Jahren auch aktualisiert und angepasst.

Auch die Alarmierungswege und Meldeketten sind bei den meisten Krankenhäusern auf dem neuesten Stand und die Netzwerkarbeit zwischen den TraumaZentren der DGU hat sich etabliert. So findet die Alarmmeldung bei 60 Prozent der Befragten in den eigenen Häusern automatisiert und abgestuft statt. Die computergestützten Systeme ermöglichen die gleichzeitige Alarmierung einer großen Personenzahl. Parallel lassen sich unterschiedliche Alarmierungswege nutzen: Festnetz, Mobilfunk, E-Mail oder SMS.

Nachholbedarf bei den Krisenübungen und der Kommunikation

Entwicklungspotenziale gibt es noch in einigen nachgeordneten Bereichen und beim Thema Abläufe und Routinen. Hier müssten deutlich mehr und regelmäßig Übungen zu besonderen Einsatzlagen stattfinden.Ein wesentliches Element zur Vorbereitung auf ein schweres Gefahrenereignis ist das aktive Training von Abläufen. Nur ein Viertel der Befragten berichtet, dass einmal pro Jahr eine Krisenübung stattfindet. Bei mehr als der Hälfte hingegen lag eine derartige Krankenhausübung bis zu fünf Jahre zurück.

Eine Ursache, warum es bei der Durchführung von Krisenübungen eine solche Streuung zwischen den Krankenhäusern gibt, liegt in dem beträchtlichen organisatorischen und finanziellen Aufwand. Bisherigen Erfahrungen nach verursacht ein Training regelhaft Kosten in Höhe von 100 000 Euro und mehr. Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser ist jedoch sehr unterschiedlich und die Verantwortung für dieses Thema fällt im Rahmen der Daseinsvorsorge weitgehend in die Zuständigkeit der betroffenen Gebietskörperschaften.

Ein differenziertes Bild zeigt sich beim Thema Kommunikation. So bestätigen die Befragten, dass im Zusammenspiel innerhalb der TraumaNetzwerke bei 66 Prozent konkrete Absprachen vorliegen und der fachliche Austausch im Rahmen der etablierten Netzwerk-Strukturen regelmäßig stattfindet. Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass bei der Hälfte der Krankenhäuser keine Veranstaltungen zu diesem Thema durchgeführt werden. Solche Informationsveranstaltungen mit Mitarbeitenden dienen dazu, für das Thema zu sensibilisieren, gemeinsame Vorgehensweise zu kommunizieren oder interne Abläufe und etablierte Prozesse kritisch zu hinterfragen.

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