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Deutsche ForschungsgemeinschaftUniversitätsklinikum Jena richtet erste Nachwuchsakademie in der Herzchirurgie aus

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Medizin das Instrument der Nachwuchsakademie geschaffen. Hier wird jungen Ärzten und Wissenschaftlern aktive Hilfestellung in der Beantragung öffentlicher Drittmittel gegeben.

Herz-Kreislauferkrankung
Foto: Fotolia (Spinetta)

Mit Herzchirurgie verbinden die meisten Menschen einen steril vermummten Operateur oder High-End-Technik im Operationssaal. Dass aber auch Forschung für chirurgische Fähigkeiten wichtig ist, ist nicht unmittelbar ersichtlich. Eine aktive und erfolgreiche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit herzchirurgischen Themen ist aber für die Weiterbildung des Fachgebietes unerlässlich. Vor diesem Hintergrund findet die Nachwuchsakademie Herzchirurgie vom 17. bis 22. Juni. am UKJ statt.

„Wir werden neue akademische Wege in der Herzchirurgie beschreiten und damit den Grundstein für eine Stärkung der herzchirurgische Forschung in Deutschland legen“, so Univ.-Prof. Dr. med. Torsten Doenst, Klinikdirektor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am UKJ. “Eine wissenschaftliche Ausbildung kann Ärzte in ihrer klinisch-praktischen Arbeit bestätigen und bestärken.“

21 Teilnehmer aus 15 universitären Herzchirurgien Deutschlands

Spezielles Ziel der am UKJ stattfindenden Nachwuchsakademie ist es deshalb, zum einen den jungen Teilnehmern mit Fachvorträgen die Prinzipien und Techniken der Projektplanung, des erfolgreichen Publizierens, der Drittmitteleinwerbung sowie der Besonderheiten bei Tierexperimenten und anderer Themen zu vermitteln. Zum anderen geht es während der Woche darum, dass die Teilnehmer das erworbene Wissen direkt in Kleingruppenarbeit in der Ausarbeitung Ihres Projektes anwenden.

Die jungen Teilnehmer mussten sich im Vorfeld mit einer Projektidee für die Akademie bewerben. Ein Auswahlgremium aus renommierten Wissenschaftlern wählte aus den Bewerbern 21 Teilnehmer aus 15 universitären Herzchirurgien Deutschlands aus, die nun das nötige Rüstzeug sowie alle Informationen für einen akademischen herzchirurgischen Werdegang erhalten. Die meist frisch promovierten Wissenschaftler werden während der Nachwuchsakademie von zehn Projektpaten aus sechs Universitätskliniken sowie von 15 Referenten aus Wissenschaft und Industrie betreut und trainiert. Das Ergebnis am Ende der Woche sollen 21 Projektanträge sein, die bei der DFG zur Einwerbung von Drittmitteln eingereicht werden.

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