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WeltraumforschungHightech im Orbit – Inselspital und Charité bringen Radiologie ins All

Radiologie unter Extrembedingungen: Das Inselspital Bern und das Zentrum für Weltraummedizin der Charité kooperieren, um medizinische Bildgebung fürs All zu entwickeln. Die Erkenntnisse könnten auch für abgelegene Orte auf der Erde nützlich sein.

Zwei Ärzte schauen auf Monitore mit Röntgenbildern
Gorodenkoff/stock.adobe.com
Symbolfoto

Was braucht es, um eine radiologische Untersuchung unter widrigsten Bedingungen durchzuführen – etwa bei begrenzter Infrastruktur, wenig Platz oder fehlendem Zugang zu spezialisierter Versorgung? Genau dieser Frage widmet sich die neue Kooperation zwischen dem Universitätsinstitut für Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie des Inselspitals und dem Berliner Zentrum für Weltraummedizin der Charité. 

„Wir erweitern die Perspektive der Radiologie grundlegend: von der hochspezialisierten Diagnostik hin zu einem integrativen Ansatz, der auch unter extremen Bedingungen funktioniert", erläutert Prof. Hendrik von Tengg-Kobligk, stellvertretender Institutsdirektor am Inselspital. 

Die Forschungserkenntnisse könnten künftig nicht nur in der Weltraummedizin, sondern auch bei Expeditionen oder in strukturschwachen Regionen auf der Erde genutzt werden.

Unser Ziel ist es, Technologien so zu entwickeln, dass sie sowohl im Weltraum als auch in der klinischen Versorgung auf der Erde einen konkreten Mehrwert schaffen.

„Unser Ziel ist es, neue Technologien so zu entwickeln, dass sie sowohl im Weltraum als auch in der klinischen Versorgung auf der Erde einen konkreten Mehrwert schaffen“, so von Tengg-Kobligk.

Radiologie-Hub als Innovationsplattform

Die Zusammenarbeit dient unter anderem zum Aufbau eines interdisziplinären Radiologie-Hubs am Standort Bern. Die Plattform soll Partner aus Industrie, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Entrepreneurship zusammenbringen, um neue Technologien schneller vom Labor in die Anwendung zu überführen. 

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In einem regelmäßigen Veranstaltungsformat – dem sogenannten „Space-Café" – sollen Projektansätze diskutiert und Kooperationen angestoßen werden. Die Auftaktveranstaltung ist für den 22. Juni am Forschungsinstitut „Sitem-Insel“ in Bern geplant.

Auch institutionelle Kooperation

Parallel zur Partnerschaft in der medizinischen Bildgebung entsteht eine strategische Kooperation zwischen der Medizinischen Fakultät der Universität Bern und der Charité auf institutioneller Ebene. Dekan Prof. Claudio Bassetti sieht darin die Chance, „Forschung, klinische Expertise, technologische Innovation und die Lehre institutionenübergreifend weiterzuentwickeln."

Maßgeblich vorangetrieben wurdedie Kooperation von Prof. Johannes Heverhagen, Direktor und Chefarzt des radiologischen Universitätsinstituts am Inselspital. Er betont, die Partnerschaft stärke den Standort Bern als „Zentrum für medizinische Exzellenz und technologische Innovation“.

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