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Klinikum Dortmund25 Millionen Euro teures OP-Zentrum eröffnet

Startschuss für das neue OP-Zentrum am Klinikzentrum Nord des Klinikum Dortmunds. Sechs Jahre und 25 Millionen hat die Errichtung des OP-Trakts gekostet, der elf neue OP-Säle zählt.

OP Nord des Klinikums Dortmund
Klinikum Dortmund

Innenansicht des neuen OP-Trakts am Klinikum Dortmund.

Ausstattung OP-Zentrum Klinikzentrum Nord Dortmund
Klinikum Dortmund

Das neue OP-Zentrum am Klinikum Dortmund ist mit den modernsten Geräten ausgestattet.

Architektonisch wartet der neue OP-Zentrums-Anbau am Klinikum Dortmund mit einigen Neuerungen auf, darunter unter anderem Tageslicht-Fensterfronten, die Chirurginnen und Chirurgen das Operieren „mit Blick ins Grüne” ermöglichen. Die charakteristische Fensterfront ist 450 Quadratmeter groß und sowohl abdunkelbar als auch an den entscheidenden Stellen mit blickdichter Folie beklebt, um die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. „Den Architekten war es wichtig, dass sie u.a. das Licht und die damit auch Atmosphäre des Fredenbaum-Parks in die OP-Säle holen, der ja unmittelbar an das Klinikzentrum Nord anschließt“, so Marcus Krämer, Leiter der Abteilung Bau & Technik im Klinikum Dortmund.

Unter Rudolf Mintrop, damals Vorsitzender der Geschäftsführung, war das Bauprojekt 2016 mit einer Machbarkeitsstudie gestartet. Es folgten Entwürfe, Planungen und dann 2020 die Vorbereitung des Baugrundes. „Bei den Prüfungen hatte sich gezeigt, dass das angedachte Grundstück neben dem bisherigen OP nicht stabil genug war“, erklärt Krämer. Also mussten erst große, 20 Meter lange Bohrpfähle in den Boden versenkt werden. Krämer: „Wenn man so will, steht der neue OP-Trakt also auf Stelzen.“ 7 800 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen sind durch den neuen Trakt entstanden, 850 Kubikmeter Beton wurden verbaut.

„Smart Hospital“ mit digitaler Technik

In den elf OP-Sälen stehen im Sinne eines „Smart Hospitals“ die modernsten Diagnose- und Therapie-Geräte zur Verfügung, die es derzeit auf dem Markt gibt. Viele Medizintechnik-Firmen, die dort ihre Anlagen installiert haben, sehen das OP-Zentrum daher auch als deutschlandweites Referenz-Objekt. So können etwa die Operateure z.B. dank ausgeklügelter Kommunikationstechnik in mehreren OP-Sälen gleichzeitig zugeschaltet werden – etwa, wenn während eines Eingriffs die kollegiale Zweitmeinung hinzugezogen werden soll, die gerade steril im anderen OP steht.

Zwei der elf OP-Einheiten sind so genannten Hybrid-Säle und mit jeweils 73 Quadratmetern gut 1,5 mal so groß wie die übrigen Säle. In ihnen werden z.B. aufwendige Gefäß-Eingriffe vorgenommen; dafür steht dort dann u.a. eine spezielle Angiographie-Anlage, die den Operateurinnen und Operateure die Gefäße darstellen kann.

Interdisziplinäre Nutzung der OP-Säle

Die neuen OP-Säle werden von vielen Disziplinen im Haus genutzt, u.a. von der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Klinik für Gefäßchirurgie, Klinik für Neurochirurgie, Klinik für Urologie sowie Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie. Die Fläche der bisherigen OP-Säle wird nun im zweiten Bau-abschnitt zu Holding-Area und Aufwachbereich umgebaut. Das neue OP-Zentrum zählt neben dem Anbau am Hauptgebäude des Standortes in Mitte (Beurhausstraße) zu den größten Bauprojekten, die derzeit im Klinikum Dortmund realisiert werden.

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