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PflegepersonalCDU und Linke gegen Lauterbachs Corona-Bonus-Pläne

Karl Lauterbachs Vorhaben, den geplanten Corona-Bonus auf einen gewissen Kreis von Pflegepersonal zu begrenzen, stößt bei CDU und Linkspartei auf Gegenwehr.

Corona-Bonus
Scaliger/stock.adobe.com

Symbolfoto

CDU und Linkspartei lehnen das Vorhaben von Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach zur Begrenzung des geplanten Corona-Bonus auf einen gewissen Kreis von Pflegepersonal ab. In ihrem Koalitionsvertrag hielten SPD, Grüne und FDP fest, es solle einen Corona-Bonus für Pflegekräfte geben. Dafür will die Ampel-Regierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen und die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen auf 3000 Euro anheben.

Gesundheitsminister Lauterbach hatte nun erklärt, der Pflegebonus solle vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren. Nur so könne der Bonus in nennenswerter Höhe angesetzt und die besondere Leistung von Pflegekräften gewürdigt werden.

Ablehnung durch CDU und Linke

Laut CDU-Generalsekretär Mario Czaja, ehrenamtlich Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin, müsse es jedoch vermieden werden, die geplanten Sonderzahlungen nur einem begrenzten Kreis des Pflegeberufs zuzugestehen. Wenn die Politik sich entscheide, nach 22 Pandemiemonaten einen Bonus zahlen zu wollen, dann sollte diesen „die volle erste Front" des Gesundheitswesens erhalten.

Neben der CDU wendet sich auch die Linkspartei im Bundestag gegen Lauterbachs Vorhaben. Laut der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden müsse der Pflegebonus allen Pflegekräften gezahlt werden. Bereits bei der letzten Auszahlung habe diese Art von Differenzierung zu viel Frust geführt.

Stiftung Patientenschutz warnt

Auch Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, warnte. Es wäre ein schwerer Fehler, den Bonus allein Pflegekräften zu zahlen, die Covid-19-Patienten versorgt haben, da dies die Belegschaften spalte. Auch würde der Eindruck entstehen, dass das Engagement für Herz-, Krebs- oder Schlaganfallpatienten weniger Wert habe. Diesen Eindruck müsse die Ampel-Koalition sofort entgegentreten.

 

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