
„Die pflegerische Versorgung in den Krankenhäusern ist prekär und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Ein Grund dafür liegt in den Fehlsteuerungen der Krankenhausfinanzierung“, so die Präsidentin des DBfK, Christel Bienstein.
„Eine dringend erforderliche Reform der Versorgungsstrukturen wird seit langem nur halbherzig angegangen oder verschoben. Dass wirtschaftlicher Druck und Wettbewerb die Probleme nicht lösen, ist doch mittlerweile allen klar. Wir brauchen jetzt umgehend kluge und mutige politische Reformen, um eine qualitätvolle und zukunftsfähige Versorgung sicherzustellen“, fordert Bienstein.
12 Forderungen aufgestellt
Die Expertengruppe Krankenhausfinanzierung des DBfK hat ein Positionspapier mit 12 Forderungen zur Reform der Krankenhausfinanzierung veröffentlicht. Darin werden gefordert:
- Finanzierung berechtigter Patientenansprüche
- Gute Arbeitsbedingungen für Pflegefachpersonen
- Pflegerische Mitsprache in der Selbstverwaltung
- Vollumfängliche Finanzierung der Pflegepersonalkosten
- Finanzierung der erforderlichen Prozess- und Vorhaltekosten
- Ablehnung der Einführung von Pflegediagnosen und NRGs
- Vollständige Finanzierung der Investitionskosten
- Gemeinwohlorientierung vor Gewinnausschüttung
- Aktive Krankenhausplanung
- Neudenken von Versorgungskonzepten
- Abschaffung von Fehlanreizen
- Berücksichtigung ethischer Herausforderungen
Der Berufsverband setzt sich für eine fördernde Pflege und gute Arbeitsbedingungen als Maßstab für eine Finanzierung der Pflege im Krankenhaus ein. Die notwendige Basis dafür sei eine pflegewissenschaftlich fundierte Personalbedarfsermittlung und als Interimsmaßnahme müsse sofort die PPR 2.0 eingeführt werden.
„Mit unserem Positionspapier zeigen wir einen Weg auf, wie die pflegerische Versorgung im Krankenhaus in unserem Land sichergestellt werden kann. Denn ohne die richtigen Schritte wird sich die Versorgung für alle Menschen in unserem Land spürbar verschlechtern. Die Bundestagswahl ist die Gelegenheit, um die Weichen für dringend notwendige Reformen zu stellen,“ so Christel Bienstein.
Das komplette Positionspapier können Sie hier einsehen.





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