Vivantes

Mit Stipendium Führungskräfte im Pflegebereich gewinnen

Führungspositionen im Pflegebereich zu besetzen, stellt viele Klinikbetreiber vor große Herausforderungen. Der generelle Fachkräftemangel macht sich hier in besonderem Maße in einem Führungskräftemangel bemerkbar. Der Berliner Klinikkonzern Vivantes hat aus diesem Grund ein internes Hochschulstipendium für künftige Führungskräfte in der Pflege ins Leben gerufen. 

Arbeitsgruppe

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In den letzten 20 Jahren gab es einen Paradigmenwechsel für Führungskräfte in der Pflege. War früher die pflegerische Fachkompetenz für die Ausübung des Berufs entscheidend, stellt die Ökonomisierung des Gesundheitswesens Pflegende in Leitungsfunktionen vor ganz neue Aufgaben: Projektmanagement, Evaluierung und Verbesserung von Prozessen, Organisationstalent sowie Herstellen von Planungssicherheit sind nur einige Stichworte.

Diese Fähigkeiten vermittelt aktuell am besten ein Hochschulstudium. Im Zuge eines Generationenwechsels in der Pflege – derzeitige Stationspflegeleitungen gehen in Rente – zeichnet sich ab, dass die freigewordenen Stellen nicht allein durch qualifizierte interne oder externe Bewerber zu besetzen sind. Aus diesem Grund hat Vivantes sich entschlossen, die notwendige Akademisierung der Pflegenden selbst in die Hand zu nehmen und geeignete Mitarbeiter mit einem Hochschulstipendium in Höhe von 20 000 Euro zu fördern. Wichtiges Ziel ist hierbei, engagierten Pflegekräften eine berufliche Perspektive zu geben und sie langfristig im Unternehmen zu halten.

Professionelles Auswahlverfahren

Für jeden der acht Klinikstandorte kann einmal jährlich ein Stipendium für ein berufsbegleitendes Studium „Pflegemanagement“ vergeben werden. Aus den Bewerbungsjahren 2016 und 2017 studieren aktuell 14 Stipendiaten an verschiedenen Hochschulen. Hinter dem Auswahlverfahren steht ein strukturiertes Konzept, das sich am konkreten Bedarf und den erforderlichen Qualitäten hinsichtlich der neuen Führungskräfte orientiert.

Ziel ist hier eine Professionalisierung der Denkweise bei der Auswahl von Führungskräften: weg vom Bauchgefühl hin zu konkreten und einheitlichen Kriterien, die eine gute Führungskraft erfüllen sollte. Die Bewerberinnen durchlaufen eine Vorauswahl. Neben den formellen Bewerbungsunterlagen gehören dazu ein Vorstellungsgespräch sowie eine Stellungnahme der jeweiligen Stationspflegeleitung über die Eignung. In der zweiten Bewerbungsrunde treten pro Standort zwei bis maximal drei Kandidaten in einem Assessment-Center (AC) zu konkreten Aufgaben an.

Stipendiaten durchlaufen traineeähnliche Situation

Hier werden mit Hilfe von Schauspielern Arbeitssituationen simuliert, Rollenspiele, Gruppendiskussionen und Konzeptionsübungen absolviert. Das AC wurde gemeinsam mit einem externen Partner entwickelt, der den Prozess auch begleitet. Dies soll eigene „Betriebsblindheit“ vermeiden und trägt zur Professionalisierung des Verfahrens bei. Abschließend folgt ein international anerkannter Kompetenztest (KODE-Test). Jeder Bewerber – ob angenommen oder nicht – hat im Anschluss an das Assessmentcenter die Möglichkeit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem externen Berater.

Ein Studium allein qualifiziert jedoch noch nicht zur Stationsleitung. Deshalb werden die Stipendiaten auf diesem Weg unterstützt; beispielsweise indem sie nach dem Studium oder zum Teil auch schon währenddessen in einer traineeähnlichen Situation eingesetzt werden oder als stellvertretende Stationsleitung mitarbeiten und so die erforderlichen Erfahrungen sammeln. Diese Wege bieten die Möglichkeit, nach und nach verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen und in die anspruchsvolle Position hineinzuwachsen.

In voller Länge gibt es den Beitrag ab dem 14. April hier.

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