Georg Thieme Verlag KG

VerdiTVöD für Pfleger in Brandenburger Kliniken gefordert

Verdi will für neun Brandenburger Krankenhäuser mit insgesamt 6500 Mitarbeitern die Durchsetzung oder Angleichung des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) erreichen. Warum? Bundesweit liegen die Löhne und Gehälter zum Teil 200 Euro unter dem Regelsatz des Tarifvertrags.

Tarifvertrag
jonasginter/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Gespräche zwischen der Dienstleitungsgewerkschaft Verdi und den Trägern der neun Brandenburger Kliniken zur Einführung oder Angleichung des Tarifvertrags öffentlicher Dienst (TvÖD) laufen teilweise bereits, andere sind für Juni angesetzt. Auf Arbeitgeberseite stünden der Gewerkschaft sieben Vertragspartner gegenüber. «Für jedes Krankenhaus muss ein eigener Tarif ausgehandelt werden, jeder Arbeitgeber hat eigene Vorstellungen», Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke. Argumente der Arbeitgeber, nach denen der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zu teuer sei, könnten nicht akzeptiert werden, sagte Franke. Krankenhausleistungen würden bundeseinheitlich vergütet. Nach Verdi-Angaben geht es um rund 6500 Beschäftigte.

In Brandenburg gibt es insgesamt 53 Krankenhäuser, davon 24 in kommunaler Trägerschaft. Von denen zahlen bislang nur drei den Tarif des öffentlichen Dienstes: das Ernst-von-Bergmann-Klinikum Potsdam, das Krankenhaus Brandenburg an der Havel und das Klinikum Westbrandenburg.

Ziel sei die finanzielle Besserstellung der Pflegekräfte. Auch sollten die Mitarbeiter in der Region gehalten werden und nicht nach Berlin oder Sachsen abwandern. Dort werde mit Bezahlung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gelockt.

«Warum ist es nicht möglich, den gleichen Lohn wie in Potsdam zu zahlen», sagte Ines Krüger, Intensiv-Pflegefachkraft im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, in der Online-Pressekonfrenz. Die Arbeit sei an beiden Orten gleich.

Im Mai verhandelt Verdi den Angaben nach mit den Asklepios-Fachkliniken in Lübben, Teupitz und Brandenburg/Havel, mit dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, dem Klinikum Dahme-Spreewald in Lübben und Königs Wusterhausen, dem Elbe-Elster-Klinikum in Finsterwalde, Herzberg und Elsterwerda, dem Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt, der Lausitz Klinik Forst und dem Oder-Spree-Krankenhaus Beeskow.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!