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Pflege-DashboardUKE forscht zur Gesundheitsförderung von Pflegenden

Die DAK-Gesundheit fördert zwei neue Projekte des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zur Gesundheitsförderung von Pflegenden mit rund 1,3 Millionen Euro. Ziel ist ein gesünderes Arbeitsumfeld für Pflegekräfte.

Intensivstation
Saengsuriya13/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Belastungen für Pflegekräfte sind momentan so hoch wie nie zuvor. Aus diesem Grund fördert die DAK-Gesundheit zwei neue Projekte des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zur Gesundheitsförderung von Pflegenden über drei Jahre mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Ziel dieser Projekte ist die langfristige Entwicklung von Strategien, um ein gesünderes Arbeitsumfeld zu schaffen. Ein Instrument dazu soll ein Pflege-Dashboard sein, auf welchem Kennzahlen rund um die Pflege gebündelt und ausgewertet werden, um Pflegemaßnahmen noch besser steuern zu können und so die Situation für Pflegende und Gepflegte gleichermaßen zu verbessern. Im UKE können langfristig insgesamt rund 3500 Mitarbeitende aus Pflege und Funktionsdienst von den Projekten profitieren.

Schulungskonzept zur Förderung der kommunikativen Kompetenzen

Derzeit mangelt es in Deutschland an bedarfsorientiert entwickelten und wissenschaftlich evaluierten Kommunikationstrainings für Pflegefachkräfte. Gleichzeitig gibt es einen hohen Bedarf an stärkerer Implementierung solcher Schulungen in der Aus-, Weiter-und Fortbildung, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Arbeitsbelastungen in der Pflege. Ziel des ersten Projekts ist es deswegen, ein bedarfsorientiertes Schulungskonzept zur Förderung der kommunikativen Kompetenzen von Pflegefachkräften zu entwickeln, durchzuführen, zu evaluieren und daraus Empfehlungen für eine langfristige Implementierung abzuleiten. Das Projekt wird von Dr. Isabelle Scholl und Prof. Martin Härter, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie,geleitet.

Optimierungspotenziale durch Pflege-Dashboards erkennen

Ziel des zweiten Projekts ist die Einführung von sogenannten „Pflege-Dashboards“. Die in den Pflege-Dashboards enthaltenen Kennzahlen sollen es Pflegenden ermöglichen, Optimierungspotentiale in der Versorgung von Patient:innen schneller zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Ihre Erkenntnisse aus den Dashboards können Pflegende so direkt in der Versorgung ihrer Patient:innen berücksichtigen und ihre pflegerischen Maßnahmen noch besser steuern. Das verstärkte, selbständige Einbringen der Pflegenden in den Versorgungsprozess stärkt die Stellung der Pflege im Klinikalltag und gibt den Mitarbeitenden eine höhere Autonomie und Zufriedenheit im Berufsalltag. Dieses Projekt wird von Birgit Vogt, Direktion für Patienten-und Pflegemanagement, geleitet.

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