Georg Thieme Verlag KG
kma Online

ErlösausfälleDKG und VKD verlangen Beschlüsse zu Rettungsschirm

Im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz am heutigen Donnerstag fordern DKG und VKD einen klares Signal an alle Krankenhäuser für einen Rettungsschirm 2022.

Notfall
gpointstudio/stock.adobe.com

Symbolfoto

Wegen massiver Einnahmeausfälle im Zuge der Corona-Pandemie hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) erneut eindringlich vor Pleiten von Krankenhäusern gewarnt. Der Erlösausfall in der Regelversorgung sei so immens, dass die wirtschaftliche Existenz vieler Krankenhäuser gefährdet sein werde, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/18.11.2021). Daher fordere man von Bund und Ländern mehr Hilfen als bisher geplant. Man werde die Regelversorgung deutlich zurückfahren müssen, tue dies ja schon, „und mit großer Wahrscheinlichkeit demnächst auch bundesweit“. Wegen der steigenden Auslastung der Intensivstationen gingen die Krankenhäuser davon aus, bald bundesweit planbare Eingriffe verschieben zu müssen.

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am 18.11.2021 müsse es neben wirksamen Beschlüssen zur Eindämmung der Pandemie und zur Beschleunigung der Booster-Impfungen auch um die wirtschaftliche Absicherung der Krankenhäuser gehen, sagte Gaß dem RND. „Wir erwarten einen klaren Beschluss der MPK, der den Kliniken für den weiteren Verlauf der Pandemie wirtschaftliche Sicherheit gibt.“

DKG und VKD plädieren für schnelle Entscheidungen

Der Plan der Ampel-Parteien, die Vergütung für die Behandlung von Covid-Patienten anzuheben, reiche nicht aus, sagte Gaß. Denn alle Krankenhäuser seien von den wirtschaftlichen Folgen dieser Ausnahmesituation betroffen, nicht nur die Covid-Schwerpunktversorger. „Es braucht deshalb jetzt ein klares Signal und eine klare Entscheidung für einen Rettungsschirm 2022“, sagte Gaß und forderte unter anderem Liquiditätshilfen.

Der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD), Dr. Josef Düllings, erwarte ebenfalls die Sicherheit, dass die Folgen der Pandemie zumindest für 2022 abgefedert werden. Man wünsche von der Politik, dass neben den Finanzen der Krankenkassen die Lage der Krankenhäuser nicht aus dem Blick gerät. Man benötige auch 2022 stabile Budgets, die sich an dem Vor-Corona-Jahr 2019 orientieren. Der VKD begrüße, dass die Gesundheitsminister in der vergangenen Woche die Notwendigkeit eines erneuten Rettungsschirms für die Kliniken anerkannt haben. Die Umsetzung solle nun zügig erfolgen.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!