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TarifvertragEinigung zwischen Unimedizin Mainz und Verdi

Nach fünf Verhandlungsrunden haben sich die Universitätsmedizin Mainz und Verdi auf den sogenannten Tarifvertrag Entlastung geeinigt. Mit der Einigung wurde laut der Klinik ein für kommenden Montag bereits vorbereiteter Streik verhindert

Universitätsmedizin Mainz
Markus Schmidt
Haupteingang der Universitätsmedizin Mainz.

Durch die erfolgreiche Tarifeinigung wird der bestehende Tarifvertrag um Regelungen der Arbeitsbedingungen ergänzt. Fortan sind sogenannte Sollzahlen für die Besetzung der Früh-, Spät- und Nachtschichten mit examinierten und nicht-examinierten Pflegekräften im Tarifvertrag festgelegt. Abhängig von der Bettenzahl und dem Einsatzbereich gelten für die verschiedenen Stationen unterschiedliche Regelungen. Im Tarifvertrag ist zudem vereinbart worden, dass wenn die vereinbarten Sollzahlen unterschritten werden und die anwesenden Pflegekräfte entsprechend Mehrarbeit leisten müssen, diese dann dafür einen Belastungsausgleich in Form von Freizeit erhalten. Der auszugleichende Anteil kann bis zum Jahr 2024 sukzessive auf bis zu 20 Prozent ansteigen. 

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich beide Seiten grundsätzlich auf die Einführung von Soll-Zahlen für die personelle Besetzung einzelner Stationen verständigt. Für den Fall einer Unterschreitung dieser Größen wurde vereinbart, dass Beschäftigten ein Belastungsausgleich gewährt wird. Seinerzeit war aber noch unklar, wie genau dieser Ausgleich aussehen soll. Nach abermals stockenden Gesprächen in den vergangenen Tagen stand erneut ein Streik im Raum, der jetzt endgültig vom Tisch ist.

„Beide Tarifparteien waren sich von Beginn der Verhandlung an über ein gemeinsames Ziel einig: Im Bereich der Pflege soll mehr Personal eingestellt werden. Jede qualifizierte Pflegekraft, die sich bei der Universitätsmedizin Mainz bewirbt, wird auch eingestellt. Alle offenen Pflegestellen sind unlimitiert zur Ausschreibung freigegeben“, betont der Verhandlungsführer der Universitätsmedizin Mainz PD Dr. Christian Elsner.

Auch der Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di Frank Hutmacher zieht ein positives Fazit der Tarifverhandlungen Entlastung: „Der Weg zur Tarifeinigung war schwierig, aber konstruktiv. Bis kurz vor der Einigung war die Situation angespannt und ein Streik in Vorbereitung. Dank dem engagierten Einsatz aller Verhandlungsbeteiligten ist es uns gemeinsam mit den Beschäftigen gelungen, Regelungen zur Entlastung zu vereinbaren, die den Beruf der Pflege attraktiver machen.“

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