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Recht

Erste Verurteilung im Ingolstädter Klinikskandal

Im Korruptionsskandal um das Klinikum in Ingolstadt ist nun erstmals ein Beschuldigter verurteilt worden. Ein Unternehmer habe per Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung eine Bewährungsstrafe erhalten, teilte die Ingolstädter Staatsanwaltschaft mit.

Justizia

Tim Reckmann

Im Prozess um das Klinikum Ingolstadt ist ein erstes Urteil gesprochen worden.

Der Angeklagte sei geständig gewesen, der Vorwurf habe auf Beihilfe zur Untreue gelautet. Hauptbeschuldigter in dem Skandal war der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums. Der 63-Jährige hatte sich Ende Dezember in der Untersuchungshaft das Leben genommen. Der ehemalige Krankenhauschef soll seinem Arbeitgeber einen Schaden in Millionenhöhe zugefügt haben.

Im Fall des nun verurteilten Mannes soll der Ex-Geschäftsführer veranlasst haben, dass ein Angehöriger von ihm über den Betrieb des Unternehmers beim Klinikum beschäftigt wird. Dafür soll der Unternehmer mit mehreren zehntausend Euro geschmiert worden sein. «Dieser Betrag wurde im Strafbefehl eingezogen und wird an die Klinikum Ingolstadt GmbH im Rahmen der Strafvollstreckung ausbezahlt werden», berichtete die Staatsanwaltschaft. Weitere Angaben machte die Anklagebehörde zu dem Fall nicht.

Im Jahr 2016 waren die Vorgänge bei dem Kommunalunternehmen bekannt geworden. Das Ingolstädter Klinikum ist mit mehr als 1100 Betten und mehr als 3000 Mitarbeitern eines der größten Krankenhäuser in Bayern.

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  • Klinikum Ingolstadt
  • Heribert Fastenmeier
  • Ingolstädter Staatsanwaltschaft

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