Medizinisches Versorgungszentrum

Genossenschaft soll Landarzt-Mangel lindern

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in der Trägerschaft einer Genossenschaft versucht im Odenwald den Ärztemangel zu lindern. „Als erste Ärztegenossenschaft Deutschlands haben wir eine Zulassung zum Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums erhalten”, heißt es bei der ÄGIVO in Lindenfels.

Patient Arzt Untersuchung

Foto: Andreas Keudel (Fotolia)

Die Abkürzung steht für: Ärztegenossenschaft Gesundheitsversorgung im Vorderen Odenwald.

„Wir wollen als privater Träger die Daseinsvorsorge sicherstellen, wo sie mangels freiberuflicher Nachfolge wegzubrechen droht, ”sagt Frank Bletgen von BL healthconsult in Mannheim, Manager der Genossenschaft. „Die Politik muss uns unterstützen, wenn wir dieses gravierende Problem des bereits eingetretenen Hausarztkollaps für sie abwenden sollen”, fordert er von der neuen Landesregierung in Wiesbaden.

Das Prinzip: Praxen, die keine Nachfolger finden, sollen in die ÄGIVO übernommen werden und Ärzte anstellen, die sich um die Patienten in den Dörfern und Kleinstädten kümmern. Die ÄGIVO übernehme alle unternehmerischen Risiken, sagt Bletgen. Eine vergleichbare Ärztegenossenschaft gebe es bislang nur in Rheinland-Palz. Die Medicus Eifler Ärzte eG geht im Januar in Bitburg an den Start, wie Allgemeinmediziner Michael Jager sagte.

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