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Ungewöhnliche Protestaktion in HannoverKliniken fordern mit Bettenblockade mehr Geld

Mit einer außergewöhnlichen Protestaktion haben niedersächsische Krankenhäuser heute für eine "auskömmliche" Krankenhausfinanzierung demonstriert. Die Kliniken stellten mitten im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt 180 Klinikbetten ab.

Die 180 ausrangierten Krankenhausbetten, die vor dem Neuen Rathaus im Zentrum der niedersächsischen Hauptstadt abgestellt worden, stellten Krankenhäuser aus den Regionen Hannover, Hildesheim und Braunschweig stellvertretend für alle 180 Krankenhäuser Niedersachsens zur Verfügung. "Die Bettenaktion in Hannover soll besonders augenfällig auf das Problem hinweisen, dass nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in vielen anderen Bundesländern existiert“, so Helge Engelke, Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), die die Aktion initiert hat.  

Obwohl die NKG die kürzlich verkündeten Investitionszusage der Landesregierung begrüße, sei aus Sicht der NKG eine nachhaltige Lösung des Grundproblems notwendig. „Das Land investierte bisher Jahr für Jahr zu wenig Geld in den Erhalt und die Ausstattung der Krankenhäuser, obwohl es dazu gesetzlich verpflichtet ist“, teilte NKG-Vorsitzender Hans-Heinrich Aldag mit. Etwas Hoffnung gebe nun allerdings das geplante Sondervermögen des Landes in Höhe von einmalig bis zu 700 Mio. Euro. Das jährliche Investitionsvolumen müsse allerdings dauerhaft den notwendigen Anforderungen entsprechen, um nicht mit Ablauf der Maßnahme gleich wieder den nächsten Investitionsstau aufzubauen, ergänzte Engelke. Er bezifferte den Investitionsbedarf auf rund 530 Millionen Euro pro Jahr. Derzeit investiere das Land Niedersachsen jährlich nur rund 260 Millionen Euro in seine Krankenhäuser.

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