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Klinikverbund HessenMDK-Strafzahlungen während des Coronavirus stark kritisiert

Der Klinikverbund Hessen e. V. fordert die Aufhebung der MDK-Strafzahlungen aufgrund der Bedingungen des Coronavirus. Maßnahmen zur Bekämpfung setzten vor allem Liquidität der Krankenhäuser voraus.

Zahlung
Foto: Pixabay

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Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen bereiten sich momentan intensiv auf die Auseinandersetzung mit einer Corona-Epidemie vor. „Durch die aktuelle Lage werden die Krankenhäuser finanziell erheblich belastet, zusätzlich zu den – schon ohne Corona – bestehenden Belastungen durch die Vielzahl neuer Gesetze,“ erklärt Clemens Maurer, Vorstandsvorsitzender des Klinikverbunds Hessen.

Kostenanstieg durch erhöhten Bedarf

So sei schon die Beschaffung von Desinfektionsmittel und Schutzkleidung für den normalen Bedarf deutlich schwieriger und teurer geworden, weil es zu Lieferengpässen komme und der Bedarf nicht zuletzt durch den zunehmenden Diebstahl von Vorräten der Krankenhäuser höher sei. Die Behandlung und vor allem die Isolierung eines betroffenen Patienten belaste das Krankenhaus unabhängig von der Ausprägung der Erkrankung zusätzlich, weil gegebenenfalls. weitere Betten gesperrt werden müssten.

„Während die Kliniken unter erheblichen Anstrengungen und Aufwendungen die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten und garantieren, bleiben fast alle anderen von der Politik beschlossenen Belastungen bestehen,“ stellt Achim Neyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Klinikverbundes, fest. So sei es durch das MDK-Reformgesetz den Krankenkassen ermöglicht worden, die Krankenhausabrechnungen quartalsweise zu sammeln und erst nach Auswahl der Fälle mit der höchsten Rückzahlungserwartung den Medizinischen Dienst mit der Prüfung zu beauftragen. Das führe zum Eingang einer hohen Anzahl von Prüfanzeigen mit einem Schlag, die vom Krankenhaus kurzfristig zu bearbeiten seien.

Abschaffung von Strafzahlungen gefordert

„Anfang April, mit dem erwarteten Höhepunkt der Coronainfektionen, wird eine Welle von Prüfaufträgen des Medizinischen Dienstes auf die Krankenhäuser zukommen“, ist Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen, überzeugt. Für ausführliche medizinische Stellungnahmen gegenüber dem Medizinischen Dienst hätten die Ärzte und das Krankenhauspersonal in dieser Situation keine Kapazitäten. Lehnt der Medizinische Dienst jedoch eine Krankenhausrechnung ab, weil ihm die Behandlungsdauer oder die angegeben Diagnosen und Leistungen nicht plausibel erschienen, müsse das Krankenhaus mindestens 300 € Strafe bezahlen. „In dieser Situation müssen die Strafzahlungen bei Prüfungen des Medizinischen Dienstes aufgehoben werden,“ fordert Schaffert.

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