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StatementOldenburger Kliniken fordern Gelder von Landesregierung

Vertreter der Ärztekammer Niedersachsen und Oldenburger Kliniken kritisieren den Beschluss der niedersächsische Landesregierung, die Mittel für einen Neubau der Universitätsmedizin Oldenburg zu streichen. Oldenburger Klinikdirektoren bringen ihren Ärger nun in einer Stellungnahme zum Ausdruck.

Klinikum Oldenburg
Klinikum Oldenburg

Die Direktion des Klinikums Oldenburg gehört zu den Mitunterzeichnern des offenen Briefs an die Landesregierung Hannover.

Eine ganze Region ist in Aufruhr über die Haushaltsentscheidung des Landes Niedersachsens, die die Universität Oldenburg betrifft. Daher haben sich die Oldenburger Kliniken am vergangenen Freitag mit offenen Worten an die Landesregierung Hannover gewandt.

„Die niedersächsische Landesregierung hat vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass für das dringend benötigte Forschungs- und Lehrgebäude im Haushalt 2021 keine Mittel vorgesehen seien. Ein neues Forschungs- und Lehrgebäude ist jedoch die Grundvoraussetzung für den weiteren Ausbau der Universitätsmedizin Oldenburg. Die Landesregierung selbst hat beschlossen, in den kommenden Jahren 200 Humanmedizin-Studenten pro Jahr ausbilden zu lassen.“

Darüber hinaus sei die Universitätsmedizin Oldenburg aber nicht nur ein wichtiger Bildungs- und Forschungsstandort, sondern auch zentral für die medizinische Versorgung und wirtschaftliche Entwicklung der Weser-Ems-Region: „Speziell in der aktuellen Situation der Covid-19 Pandemie ist die Bedeutung der Universitätsmedizin einmal mehr deutlich geworden. Die Funktion als zuverlässiger Maximalversorger erlaubt weitere wirtschaftliche Entwicklungen in der Region durch Ansiedlung von Firmen und Investoren in zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereichen.“

Forderung nach Revision der Entscheidung und Bekenntnis zur Universitätsmedizin Oldenburg

Das Bündnis der Oldenburger Klinikdirektoren betont seine Enttäuschung über den Beschluss des Landes und schließt sich zudem einer vorangegangenen Erklärung des Marburger Bunds an:

„An einigen anderen Standorten in Deutschland wurde die Bedeutung der Universitätsmedizin auch außerhalb der Metropolregionen erkannt und die Entwicklung mit starker Unterstützung der Länder bereits vorangetrieben. Die Entscheidung der Landesregierung hat daher bei sehr vielen Beteiligten in der Weser-Ems-Region große Enttäuschung und Fassungslosigkeit hervorgerufen und dieser Enttäuschung möchten wir uns als Kliniken anschließen.

Und wir möchten auch noch die Stellungnahme des Marburger Bunds vom 08.07.2020 bekräftigen, der genauso wie wir festhält, dass nur so die medizinische Versorgung im Land langfristig gesichert und dem Ärztemangel entgegen gesteuert werden könne. Die fehlende Zusage der Mittel für ein neues Forschungs- und Lehrgebäude konterkariert damit nicht nur ein klares Bekenntnis zur Universitätsmedizin Oldenburg, sondern zugleich auch zur nachhaltigen Entwicklung der Region und damit langfristig auch des Landes Niedersachsen.“

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