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Schleswig-HolsteinPauls fordert Stopp der Schließung von Geburtsstationen

Birte Pauls (SPD), Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag, appeliert an die Landesregierung, die Schließung von Geburtsstationen zu stoppen. Die Versorgung von Schwangeren sei gefährdet.

Birte Pauls (SPD)
SPD Schleswig-Holstein

Birte Pauls (SPD), Abgeordnete im Landtag Schleswig-Holstein.

Die SPD im Kieler Landtag hat die schwarz-grüne Landesregierung aufgefordert, die Schließung weiterer Geburtsstationen zu verhindern. „Seit Jahren sieht die Landesregierung zu, wie Geburtskliniken geschlossen werden“, kritisierte die SPD-Gesundheitspolitikerin Birte Pauls am Mittwoch. „Es ist keine Planung der medizinischen Versorgung in Schleswig-Holstein zu erkennen.“ Werdende Mütter hätten es immer schwerer, eine Geburtsklinik in ihrer Nähe zu finden. „Die Versorgung für Schwangere ist gefährdet.“

Anstatt sich wenigstens darum zu bemühen, dass mehr Kreißsäle und Personal bei den verbleibenden Geburtsstationen vorhanden sind, habe die Landesregierung entgegen von Wahlversprechen nichts gegen ersatzlose Schließungen getan. „Die Geburtenzahlen in Schleswig-Holstein steigen und wir brauchen eine bedarfsgerechte Versorgung im Land“, erklärte Pauls. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) müsse im eigenen Krankenhaus des Landes, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), sofort selbstverschuldete Missstände abstellen.

In den vergangenen Wochen klagte das UKSH-Personal laut Medienberichten über „katastrophale Zustände“ in der Geburtsklinik. Die Station z.B. auf dem Kieler Campus platze aus allen Nähten, da viele Geburtsstationen im Umkreis geschlossen wurden und immer mehr schwangere Frauen mangels Alternativen nach Kiel und Lübeck kämen.

Zu dem Thema hat die SPD-Fraktion einen Antrag in den Landtag eingebracht. Demnach soll sich das Parlament für das Ziel einer flächendeckenden und möglichst wohnortnahen Versorgung in der Geburtshilfe einsetzen. „Die unhaltbaren Zustände in einigen Geburtskliniken aufgrund der Überlastung müssen beendet werden.“ Die Landesregierung müsse dafür sorgen, dass ausreichend Kapazitäten in den Geburtskliniken vorhanden sind, heißt es in dem Antrag.

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