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Rostock/GreifswaldUnikliniken gehen gerichtlich gegen Verdi-Streiks vor

Die Gewerkschaften wollen zum wiederholten Mal Warnstreiks in den Unikliniken in Rostock und Greifswald durchführen. Dagegen gehen beide Häuser nun rechtlich vor.

Haupteingang Universitätsmedizin Rostock
Universitätsmedizin Rostock
Die Universitätsmedizin Rostock hat beim Arbeitsgericht den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die angekündigten Warnstreiks beantragt.

Die Universitätsmedizin Rostock und die Universitätsmedizin Greifswald haben bei den zuständigen Arbeitsgerichten den Erlass einstweiliger Verfügungen gegen neuerliche Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi beantragt. Beide Häuser haben das Vorgehen nach eigenen Angaben abgestimmt. Verdi plant von Dienstag bis Freitag Warnstreiks.

„Mit den fast für die gesamte Woche angekündigten Arbeitsausständen sehen wir die Verhältnismäßigkeit der Streikmaßnahmen im Interesse unserer Patientinnen und Patienten gefährdet“, sagte Stefan Menzel, Pressesprecher der Universitätsmedizin Rostock. Die Möglichkeit zu streiken, sei zwar ein Grundrecht.

+++ Update +++

Vor dem Rostocker Arbeitsgericht haben sich Verdi und die Universitätsmedizin Rostock am 3. Februar auf einen Vergleich geeinigt. In der Folge werde der für Mittwoch, 4. Februar, angekündigte Warnstreik ausgesetzt, teilt der Versorger mit. An diesem Tag könnten Patienten wie gewohnt behandelt werden. Zuvor war eine außergerichtliche Einigung gescheitert.

Können wir Patientinnen und Patienten wegen der Streikmaßnahmen nicht mehr auf Grundlage der Notdienstvereinbarung versorgen, wird aus unserer Sicht eine Grenze überschritten.

Allerdings berge die Ausweitung der Warnstreiks das Risiko, dass selbst die medizinische Minimalversorgung an der Universitätsmedizin Rostock nicht mehr aufrechterhalten werden könne. „Können wir Patientinnen und Patienten wegen der Streikmaßnahmen nicht mehr auf Grundlage der Notdienstvereinbarung versorgen, wird aus unserer Sicht eine Grenze überschritten“, so Menzel weiter.

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Verdi hatte vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder für diese Woche mehrtägige Arbeitsniederlegungen an den Universitätsmedizinstandorten Rostock und Greifswald angekündigt. Dabei sollten die Aktion so organisiert sein, „dass eine spürbare wirtschaftliche Wirkung entsteht“. Betroffen seien insbesondere Bereiche mit hoher wirtschaftlicher Relevanz, darunter Versorgungsbereiche sowie die OP-Pflege und die OP-Anästhesie.

Das nächste Treffen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sei für den 11. Februar in Potsdam geplant, teilen die Unikliniken mit.

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