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Südwesten

Weitere Aktionen gegen Personalknappheit in Kliniken

Mit neuen Aktionen wollen Klinikbeschäftigte im Südwesten von diesem Dienstag an die künftige Bundesregierung weiterhin auf Personalknappheit aufmerksam machen.

Verdi Protestaktion Tübingen

Verdi

Verdi Protestaktion der Krankenhäuser in Tübingen im September 2017.

Geplant sind zum Beispiel Kundgebungen, zudem wollen die Beschäftigten an bestimmten Tagen Überstunden verweigern und Pausen nehmen, wie sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Die Aktionen bis zum Donnerstag seien für die Arbeitgeber planbar - sie könnten sich also organisatorisch darauf vorbereiten. Gleichwohl könnten Auswirkungen auch für die Patienten spürbar sein, sagte ein Verdi-Sprecher.

Los geht es laut Verdi am Dienstag zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr vor Haus A des Städtischen Klinikums Karlsruhe mit einem Infostand. Die Beschäftigten des städtischen Klinikums werden an diesem Tag zu einer Kundgebung vor Beginn des Spätdienstes gegen 12.00 Uhr und nach Ende des Frühdiensten gegen 14.15 Uhr zu einer kurzen Kundgebung eingeladen. An den mehrtägigen Aktionen wollen sich noch unter anderem das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, das Zollernalb-Klinikum und das Uniklinikum Tübingen beteiligen.

Nach Angaben von Verdi gibt es im Südwesten gut 37 000 Pflegekräfte - das seien mindestens 7000 zu wenig. Von den vier Unikliniken in Baden-Württemberg - Tübingen, Heidelberg, Ulm und Freiburg - fordert die Gewerkschaft Haustarifverträge zur Entlastung der Mitarbeiter. Darin sollen unter anderem eine Mindestpersonalausstattung festgelegt und Regelungen zum Ausgleich für Belastungen getroffen werden.

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