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Halbjahres-Bilanz 2022Zehn Prozent Umsatzsteigerung bei Mediclin

Der Konzernumsatz der Mediclin AG liegt im ersten Halbjahr um zehn Prozent höher als im Vorjahr. Die Prognose berührt das Geschäftsergebnis nicht.

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Eine steigende Nachfrage nach medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Leistungen führte im Mediclin-Konzern zu einem Umsatz- und Ergebnisanstieg. Knapp 12 Prozent mehr Patientinnen und Patienen wurden stationär behandelt (51 891 Patienten); die Auslastung stieg um 6,6 Prozentpunkte auf 78,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2021. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin von einem Konzernumsatz und Konzernbetriebsergebnis über den Vorjahreswerten aus.

Kostensteigerungen nicht vollends aufgefangen

Insgesamt betrug der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten 2022 355,3 Millionen Euro, womit er um 32,2 Millionen Euro oder zehn Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Was das Konzernbetriebsergebnis anbelangt, so lag es mit 6,6 Mio. Euro um 20,0 Millionen Euro über dem Wert des 1. Halbjahres 2021.

Belastet haben das Konzern-EBIT insbesondere höhere Materialaufwendungen. So lag der Materialaufwand um 6,5 Millionen Euro oder 11,1 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund weniger Mitarbeitern moderat um 0,9 Millionen Euro (entspricht 0,4 Prozent). Der größte Posten bei den Kostensteigerungen seien die Aufwendungen für Energie gewesen, berichtete Tino Fritz, Finanzvorstand der Mediclin. Hierfür mussten 4,4 Millionen Euro mehr aufgewandt werden.

Investiert wurden im 1. Halbjahr 2022 brutto 9,5 Millionen Euro und damit fast eine Millionen Euro mehr als in den ersten sechs Monaten 2021. Zum 30. Juni 2022 betrugen die liquiden Mittel 102,2 Millionen Euro (31.12.2021: 119,5 Millionen Euro).

Prognose für das Geschäftsjahr 2022 unberührt

Mediclin rechnet auch in der 2. Jahreshälfte 2022 mit weiterhin hohen Energiekosten und steigenden allgemeinen Materialkosten. Um diese abzufedern nutzt der Konzern aktuell bereits Einsparmöglichkeiten im Bereich Energie. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sei es nach Unternehmensangaben daher umso wichtiger, dass der bisherige Trend einer steigenden Nachfrage weiterhin anhält, um durch höhere Kapazitätsauslastungen die steigenden Kosten wenigstens teilweise durch höhere Umsatzerlöse kompensieren zu können.

Was die bisherige Prognose für das Geschäftsjahr 2022 anbelangt, so geht der Vorstand davon aus, dass der Umsatz und das Ergebnis des Konzerns über den Vorjahreswerten liegen wird. Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich für die konjunkturelle und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den nächsten Monaten keine massiven und anhaltenden negativen Konsequenzen aus den aktuellen Rahmenbedingungen ergeben.

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