
Die AdcadaGroup hat bisher vier Millionen Euro in Logistik, die Produktion sowie den Vertrieb von Mund-Nasen-Masken investiert. Unter anderem wurde eine neue 1200 Quadratmeter große Produktionshalle auf dem Gelände des Adcada-Park in Bentwisch bei Rostock errichtet, vier vollautomatische CE-zertifizierte Produktionsmaschinen zur Herstellung von 3-lagigen Mund-Nasen-Masken, acht UV-Desinfektions- und zwei Verpackungsmaschinen sowie Rohstoffe zur Produktion der Schutzausrüstung erworben.
Vergangenen Freitag machte sich eine von Adcada gecharterte Frachtmaschine des Typs Iljuschin, beladen in Nanjing, auf den Weg nach Deutschland. Die Flugzeit lag aufgrund einer planmäßigen Zwischenlandung bei 13 Stunden. Das Eintreffen der CE-zertifizierten Produktionsmaschinen bedeutet den endgültigen Startschuss für die Herstellung der Schutzartikel "Made in Germany".
Zusätzliche Produktionskapazitäten in Planung
Am Wochenende wurde die neue Produktionsstraße von einer lokalen Maschinenbaufirma installiert und die ersten Testdurchläufe absolviert. Seit Montag ist die Produktion nun auf 400 000 Einheiten pro Tag hochgefahren. Geplant ist eine durchgehende Produktion im 3-Schicht-System. Die Auslastung der Maschinen liege in den ersten Wochen anfänglich bei 60 Prozent der maximalen Leistung.
Im Juli sollen weitere Maschinen für die Herstellung von FFP2-Masken eingerichtet werden und zusätzliche Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Zudem plane Adcada die Errichtung einer zusätzlichen zweistöckigen Produktionshalle. Insgesamt solle die monatliche Produktion in den nächsten Monaten auf 20 Millionen Masken steigen.
Schutzkleidung als langfristige Erweiterung des Produktportfolios
Der Geschäftsführer von Adcada, Benjamin Kühn, sieht die Investition in Schutzkleidung als langfristige Erweiterung des Produktportfolios. Die Unternehmensgruppe habe langjährige Erfahrung in der Veredelung und Vermarktung hochwertiger Textilien und verfüge intern über das notwendige Know-How, um qualitativ hochwertige Mund-Nase-Masken zu produzieren. Und das Interesse an der Schutzkleidung "Made in Germany" sei enorm. Die AdcadaGroup habe bereits vor Produktionsbeginn Aufträge in Millionenhöhe entgegengenommen.
Trotz der hohen Nachfrage nach den Mund-Nase-Masken bemühe sich Adcada um faire Preise und eine gewisse Spendenpraxis. So sollen 12 Prozent der produzierten Waren kostenfrei an gemeinnützige Einrichtungen, beispielsweise Krankenhäuser, Altenheime und andere medizinische Einrichtungen, abgegeben werden. Die Empfänger sollen einmal im Monat per Losverfahren ermittelt werden.





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