Krankenversicherung

Deutsche schulden Krankenkassen sieben Milliarden Euro

Seit Jahresbeginn ist der Schuldenberg der Versicherten bei den gesetzlichen Krankenkassen noch mal um eine Milliarde Euro gestiegen. Besonders eine Bevölkerungsgruppe hat Schwierigkeiten den festgelegten Beitrag zu bezahlen. 

Euroscheine und -münzen

Foto: Pixabay

Euroscheine und -münzen

Vor allem Selbstständige schaffen es nicht ihre Beiträge pünktlich zu zahlen. Grund dafür ist wahrscheinlich die besondere Beitragsberechnung, die sich an gut verdienenden Unternehmern mit Angestellten orientiert. Bei der Berechnung kalkuliert man hier mit 2231 Euro brutto, der Versicherungsbeitrag beträgt damit 410 Euro im Normalfall. Ein Betrag, den viele Selbstständige mit niedrigem Einkommen nicht stemmen können.

Tatsächlich machen von den 7 Milliarden Euro Gesamtschulden, Selbstständige 5 Milliarden Euro der rückständigen Beträge aus. Werden die Beiträge nicht bezahlt, übernehmen die Krankenkassen nur noch eine Notfall- und Schmerzversorgung. Den Schuldenberg können Betroffene wohl nicht allein tilgen, so Politik-Experte Timot Szent-Ivanyi in der Berliner Zeitung. 

Auch der GKV-Spitzenverband sieht den Staat in Verantwortung: Können die Versicherten weiterhin nicht zahlen, müssen die versäumten Beiträge mit Steuergeld ausgeglichen werden. Bisher hat sich keine der führenden Parteien im aktuellen Bundestagswahlkampf dem Thema gewidmet: Eine Lösung, die den schnell steigenden Schuldenberg minimiert und die Beitragsrechnung für Selbstständige aktualisiert wäre vonnöten. 

 

 

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