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JahresergebnisDiakovere schließt 2021 mit roter Null ab

Diakovere erzielte 2021 ein negatives Jahresergebnis von ca. 0,4 Millionen Euro. Die Gesamtleistung für das vergangene Geschäftsjahr liegt bei 386 Millionen Euro. Investiert wurde 2021 so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Diakovere gGmbHDiakovere gGmbH

Diakovere hat das Geschäftsjahr 2021 mit einer Gesamtleistung von rund 386 Millionen Euro und einem knapp negativen Jahresergebnis von ca. 0,4 Millionen Euro abgeschlossen. Damit steigert der Konzern die Gesamtleistung um 19 Millionen Euro und schließt mit einer roten Null ab. Vor dem Hintergrund der Marktlage sei diese Bilanz ein Erfolg, sagt Stefan David, Vorsitzender der Diakovere-Geschäftsführung. Diakovere beschäftigt inzwischen mehr als 5400 Mitarbeitende und damit 200 mehr als 2021.

Höchsten Investitionen seit zehn Jahren

Im medizinischen Bereich ist 2021 mit der Neurologischen Frührehabilitation ein in der Region Hannover einmaliges Versorgungskonzept für Schlaganfallpatienten entwickelt worden. Gleichzeitig wurde eine neue multimodale Schmerztherapie im Bereich der konservativen Behandlung bei chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat eingesetzt. Im Diakovere Henriettenstift und im Diakovere Friederikenstift wurden mit einer erfolgreichen Umgestaltung im Bereich Orthopädie und Chirurgie das Angebot und die medizinische Qualität an beiden Standorten verbessert.

Im Jahr 2021 seien ca. 47 Millionen Euro für Investition und Instandhaltung aufgewendet worden, so der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Ulrich Anke, das sei der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. Nun stehen vor allem am Diakovere Friederikenstift umfangreiche Modernisierungsarbeiten an. Im ersten Bauabschnitt werde dort ein neuer Ostflügel entstehen, bis 2025 sollen eine neue Notaufnahme, sechs weitere Operationssäle und eine neue Intensivstation fertig sein.

Verhandlungen mit den Kassen über Pflegebudgets halten an

Das neue Wirtschaftsjahr 2022 bleibe gerade im Krankenhausbereich anspruchsvoll. Corona-Sondereffekte belasteten weiter die Bilanz. Gleichzeitig sorge ein hoher Krankenstand für Leistungsverluste, sagt Prof. Dr. Thomas Kersting, der Medizinische Geschäftsführer. Immer noch ein hartes Ringen seien die Verhandlungen mit den Kassen über die Pflegebudgets. „Es fehlen Abschlüsse – solange gelten Pflegeentgeltwerte, die unsere tatsächlichen Kosten nicht abdecken“, sagt Kersting. Die Leistungen im Krankenhausbereich lägen am Ende des Wirtschaftsjahres zwar etwa drei Prozent über denen des Vorjahrs, aber unter den Planungen.

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