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Jahresbilanz 2017Gesundheit Nordhessen blickt auf ein gutes Jahr in schweren Zeiten zurück

Die Gesundheit Nordhessen (GNH) befindet sich trotz der nach wie vor schwierigen Lage im Gesundheitswesen in wirtschaftlich ruhigem Fahrwasser und konnte 2017 zum neunten Mal in Folge mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Die Kreisklinik in Hofgeismar ist mit 124 Betten und 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte der Kreiskliniken.

Der Gewinn betrug 2,0 Millionen Euro (2016: 2,1 Millionen Euro) – das sind fast 6,2 Millionen Euro besser als geplant. Der Umsatz der GNH stieg um knapp 4 Prozent auf 389,9 Millionen Euro (2016: 375,7 Millionen Euro).

Die GNH hat im Vorjahr ihre Leistungen (Case-Mix) um rund 2,6 Prozent steigern können – nach den Worten Honsels eine „sehr gute Entwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund, dass bundesweit viele Krankenhäuser Leistungsrückgänge verzeichnen.“ Die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten ist leicht zurückgegangen auf 72 554 (2016: 73 815). 

Durch Erfolg öffnen sich Türen für Investitionen

Die seit nunmehr neun Jahren positiven Ergebnisse ermöglichen der GNH Investitionen in beträchtlichem Umfang. So wurden 2017 große Bauprojekte für rund 90 Millionen Euro auf den Weg gebracht bzw. endgültig beschlossen: der Neubau eines Zentrums für seelische Gesundheit auf dem Klinikum-Gelände (38,8 Millionen Euro), der Neubau der Hofgeismarer Klinik (37 Millionen Euro), die Umstellung auf ein modernes Konzept zur hochwertigen Speisenversorgung in der gesamten GNH (Sous-Vide-Verfahren, 8 Millionen Euro) und der Neubau der Betriebskita (3,25 Millionen Euro) am Klinikum. Dafür sind insgesamt Fördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro in Aussicht gestellt, der Landkreis Kassel unterstützt den Neubau in Hofgeismar zusätzlich mit 10 Millionen Euro.

Das positive Ergebnis wird erneut im Wesentlichen vom Klinikum Kassel getragen. Dessen – auch überregionale Bedeutung – als Maximalversorger wird unter anderem beim ECMO-Zentrum deutlich. ECMO steht für eine komplexe Behandlung in der Intensivmedizin, bei dem Herz und/oder Lunge von schwerstkranken Patienten mit Hilfe mechanischer Systeme von außen unterstützt werden. Das hochspezialisierte ECMO-Team des Klinikums hat im Vorjahr 133 schwerstkranke Patientinnen und Patienten behandelt, von denen 50 aus externen Kliniken in Hessen und angrenzenden Bundesländern übernommen wurden.

Pflegeförderprogramm ermöglicht Vollzeitstellen

Die Zahl der Vollzeitstellen bei der GNH ist im vorigen Jahr auf 3257 (2016: 3240) gestiegen, die sich auf 4818 Beschäftigte zum Jahresende verteilen (2016: 4787). Der Anstieg geht zum einen auf Leistungssteigerungen, zum anderen auf das seit 2016 laufende Pflegeförderprogramm der Bundesregierung zurück. In Summe gehen bei der GNH mittlerweile fast 24 Vollzeitstellen auf das Pflegeförderprogramm zurück.

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