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Investitionsoffensiveukrb wieder im Plus – Turnaround in Neuruppin

Vom Millionenminus zurück zu schwarzen Zahlen: Das ukrb stabilisiert sich dank höherem Patientenaufkommen, Unterstützung des Landkreises und Verzicht auf Gehaltserhöhungen – und investiert zugleich rund 60 Millionen Euro in Neubauten und Technik.

Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
ukrb
Das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg in Neuruppin.

Der Konsolidierungskurs des Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (ukrb) zeigt Wirkung: Als 2024 das Defizit des Hauses bei 14 Millionen Euro lag, musste der Landkreis mit einem Millionenkredit aushelfen. Mittlerweile schreibt das ukrb wieder schwarze Zahlen und investiert 60 Millionen Euro in Neubauten, Sanierung und Technologie.

Gründe dafür seien die gestiegenen Patientenzahlen, den Verzicht der Belegschaft auf Gehaltserhöhungen sowie der Unterstützung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, wie das ukrb mitteilt.

20.000 stationäre Patienten im Jahr

Das Klinikum versorge inzwischen wieder 20.000 Patientinnen und Patienten stationär pro Jahr – 2000 mehr als im Vorjahr. Ambulant verzeichne die Kliniktochter Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste (OGD) einen Zuwachs von rund zehn Prozent auf etwa 200.000 Patientinnen und Patienten jährlich. Der Anstieg in der Hochschulambulanz sei besonders hoch: Die Patientenzahlen seien von 8000 auf fast 24.000 gestiegen, berichtet das ukrb.

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„Dass wir heute wieder schwarze Zahlen schreiben, verdanken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ihrer Leistung, ihrem Engagement und ihrer Bereitschaft, gemeinsam durch eine schwierige Phase zu gehen. Wir halten unser Versprechen ein“, sagt Alexander H. Lottis, Geschäftsführer des ukrb. Das Haus hat die Gehälter der Beschäftigten auf dem Stand vom Mai 2024 eingefroren.  Damals sind Ärzte wegen des Tarifkonflikts in Warnstreik getreten. Ab Ende 2027 sollen die 2700 Mitarbeitenden dann zu 100 Prozent nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes (TVöD) bezahlt werden, heißt es. 

Durch das neue Krankenhausgesetz müsse die Einrichtung mit etwa 1,5 Millionen Euro weniger auskommen als geplant.

Die größeren Investitionsprojekte

Neben der wirtschaftlichen Konsolidierung verfolgt das Klinikum ein Investitionsprogramm: Zu den größten Projekten zählen nach eigenen Angaben der Neubau einer Kinderklinik (17 Millionen Euro), die Sanierung des B-Hauses mit etwa 60 Betten für Geriatrie, Neurologie und Pneumologie (18 Millionen Euro) sowie die Herrichtung des K-Hauses für Psychosomatik (4,5 Millionen Euro). 

Hinzu kommen die Anschaffung einer Angiographieanlage für hochspezialisierte minimalinvasive Eingriffe nach Schlaganfällen (2,5 Millionen Euro) sowie der Umbau für eine neue Augenklinik, deren Bauarbeiten im Juni beginnen sollen.

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