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EndoskopieOlympus übernimmt Fluoreszenz-Imaging-Spezialisten Quest

Die Olypmus Corporation übernimmt den Fluoreszenz-Imaging-Spezialisten Quest Photonic Devices B.V. für 50 Millionen Euro um ihre Leistungsfähigkeit in der chirurgischen Endoskopie auszubauen.

Handschlag zweier Geschäftsleute
Vichie81/stock.adobe.com
Symbolfoto

Olympus Corporation gab am 28. Januar 2021 bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung zur Übernahme von Quest Photonic Devices B.V.  für einen Gesamtbetrag von ca. 50 Millionen Euro, einschließlich Meilensteinzahlungen, abgeschlossen hat. Olympus möchte damit seine Leistungsfähigkeit in der chirurgischen Endoskopie ausbauen.

Quest mit Hauptsitz in den Niederlanden entwickelt fortschrittliche Fluoreszenz-Imaging-Systeme (FIS) für den medizinischen Bereich, die im Vergleich zu herkömmlichen Bildgebungstechnologien zusätzliche Möglichkeiten für die chirurgische Endoskopie bieten. Als Fluoreszenz-Imaging bzw. -Bildgebung werden spezielle Licht-Imaging-Technologien bezeichnet, die die Eigenschaften bestimmter Fluoreszenzfarbstoffe nutzen, die auf spezifische anatomische Strukturen gerichtet werden können. Durch den Einsatz gezielter Farbstoffe in Kombination mit bestimmten Lichtwellenlängen werden Gewebe oder Läsionen sichtbar, die unter normalem Weißlicht nahezu unsichtbar sind. Die von Quest angebotene Technologie soll Olympus neue Möglichkeiten in diesem Bereich bieten.

Quest liefert innovative Technologien für die multispektrale Bildgebung und modernste Bildgebungssysteme für medizinische Anwendungen, die von der Fluoreszenz-Bildgebung bis hin zur photodynamischen Therapie reichen. Die Akquisition stärkt die Position von Olympus als weltweit führender Anbieter medizinischer Bildgebungslösungen und bietet Chirurgen innovative Möglichkeiten, einschließlich 3D- und 4K-Bildgebung, um „das Unsichtbare sichtbar zu machen.“ Das Hauptprodukt von Quest ist Spectrum®, ein Bildgebungssystem, das fluoreszenzbildgeführte Chirurgie bei offenen und minimalinvasiven Eingriffen ermöglicht.

Es wird erwartet, dass der globale Markt für FIS-Geräte mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von mehr als 12 Prozent wächst – von rund 310 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 auf über 827 Millionen US-Dollar im Jahr 2027. Die steigende Nachfrage nach minimalinvasiven Verfahren und rekonstruktiver Chirurgie trägt dazu bei, das Wachstum von FIS weltweit zu fördern. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Anwendungen der FIS-Technologie in den kommenden Jahren zunehmen werden, da weitere Fluoreszenzfarbstoffe mit zielgerichteten Antikörpern kombiniert werden können. Neben anderen Anwendungen wird die molekulare Bildgebung es Ärzten ermöglichen, kanzeröse Läsionen in vivo zu visualisieren und Krebsoperationen auf noch nie dagewesene Weise durchzuführen, was die Rückfallrate senken könnte.

Quest arbeitet zudem mit verschiedenen Biotechnologie-Unternehmen zusammen, die molekulare Bildgebungsfarbstoffe der nächsten Generation entwickeln. Mit diesen neuen Farbstoffen könnte die Technologie von Quest bedeutende neue diagnostische Möglichkeiten in der fluoreszenzbildgeführten Krebschirurgie erschließen.

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