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Jahresbericht 2021Sana zeigt sich zufrieden über Ertragsmix

Der Konzernjahresüberschuss der Sana Kliniken AG hat sich 2021 mit 67,1 Millionen Euro um rund zwölf Prozent erhöht. Ein Drittel davon wurden laut Unternehmen mit neuen Geschäftsfeldern umgesetzt.

Sana Kliniken AG
Sana Kliniken AG

Hauptsitz der Sana Kliniken AG in Ismaning

Trotz eines schwierigen Marktumfelds sieht sich die Sana Kliniken AG erfolgreich auf dem Weg zum integrierten Gesundheitsdienstleister. „Die Bewältigung der Corona-Pandemie und die Versorgung der Patienten in unseren Kliniken hat uns im vergangenen Jahr wiederum extrem beansprucht. Unsere Kliniken hatten erhebliche pandemiebedingte Erlöseinbußen zu verkraften, die durch die staatlichen Rettungsschirme teilweise kompensiert worden sind. Trotzdem konnten wir die Weiterentwicklung des Konzerns forcieren und in allen Geschäftsbereichen zulegen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Thomas Lemke.

Überschusses durch neue Geschäftsfelder steigt

In 2021 stieg der Umsatz der Sana Kliniken AG auf 3,0 Milliarden Euro (2020: 2,9 Milliarden Euro). Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vorjahresvergleich mit 67,1 Millionen Euro um rund zwölf Prozent (2020: 59,8 Millionen Euro) erhöht. Dabei entfällt mehr als ein Drittel des Konzernüberschusses auf neue Geschäftsfelder.

Über den Kernbereich mit Kliniken und wachsenden ambulanten Versorgungsstrukturen hinaus hat die Sana Gruppe weitere Angebote für die steigenden Bedarfe von Patientinnen und Patienten nach ganzheitlicher Versorgung etabliert. Zum Beispiel im Bereich der Präventionsleistungen für Unternehmen und deren Mitarbeitende und bei Heil- und Hilfsmitteln mit eigenen Sanitätshäusern. Aufgrund gestiegener Nachfrage bei Krankenhausservices wurden diverse Angebote für externe Gesundheitseinrichtungen entwickelt. Der Einkaufsverbund SEL im Kernmarkt Deutschland wächst weiter und expandiert in der Schweiz. Der Medizintechnik-Spezialist Sana Klinik Service sicherte sich einen Großauftrag der Berliner Charité.

Gestiegene Patientenzahlen und Portfoliopolitik

Die Zahl der Patienten erhöhte sich 2021 auf rund 2,0 Millionen (2020: 1,8 Millionen) in den über 120 ambulanten und (akut-)stationären Krankenhäusern und medizinischen Gesundheitszentren der Sana Kliniken. Die Zahl der stationären Behandlungsfälle ging im Vergleich zum Vorjahr pandemiebedingt leicht zurück (452 651 nach 459 230), reduzierte sich jedoch um 15 Prozent gegenüber 2019.

Im Kontext sich ändernder politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen betrieb das Unternehmen auch 2021 eine aktive Portfoliopolitik. Um regional zukunftsfähige Versorgungsstrukturen zu schaffen, initiierte Sana gemeinsam mit Partnern Trägerwechsel. Beispiele sind die Kliniken in Ostholstein und die Rehabilitationsklinik in Ulm. Mit den Kliniken Niederlausitz kam ein großer Regelversorger neu hinzu.

Inzwischen ist Sana laut eigenen Angaben führend bei Management-Verträgen für andere Krankenhäuser. Von der Beratung, über die Nutzung ausgewählter Dienstleistungen im Krankenhausalltag bis zur Übernahme des Managements einer Klinik nutzen neun Klinikverbünde mit 25 Standorten diese Kombination von Dienstleistungen.

Personal, Investitionen und Zukunftsausblick

Die Zahl der Mitarbeitenden im Unternehmen erhöhte sich vor dem Hintergrund der Portfolioänderungen im Berichtszeitraum um knapp 1000 auf rund 34 600 (2020: portfoliobereinigt rd. 33 500). Die Quote der Mitarbeitenden im Pflegedienst stieg auf 33,6 Prozent bezogen auf die Gesamtbelegschaft.

Das Investitionsvolumen des Konzerns betrug im abgelaufenen Jahr 167 Millionen Euro (2020: 184 Millionen Euro). Neben einem Patientenportal steht das digitale Entlassmanagement ganz oben auf der digitalen Agenda. Ausgebaut haben die Sana Kliniken zudem die Zusammenarbeit mit Digitalunternehmen. So fiel mit dem in London ansässigen Start-up Fundamental VR der Startschuss zur
Virtual Reality-basierten Trainingssimulation für die Ausbildung von OP-Kräften.

Für 2022 sieht Thomas Lemke den Krankenhausmarkt weiter im Umbruch. Nicht nur geopolitische Entwicklungen und der Fortgang der Corona-Pandemie bringen viele Unsicherheiten mit sich. Das Auslaufen staatlicher Unterstützungsprogramme und die Umsetzung von Reformvorhaben der Bundesregierung werden den Veränderungsprozess in der deutschen Krankenhauslandschaft maßgeblich beeinflussen. „Bei diesem Umbau wird Sana als Teil des Ganzen aktiver Gestalter, Partner und Brückenbauer sein. Wir werden jedenfalls den Mut aufbringen, den eingeschlagenen Weg und die Transformation fortzusetzen.“

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