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Jahresbilanz 2021Schwarze Zahlen für Gesundheit Nordhessen

Im Jahr 2021 konnte die Gesundheit Nordhessen (GNH) ein Jahresergebnis von 1,6 Millionen Euro erzielen und steckt damit nicht mehr in den roten Zahlen. Die 2019 eingeleitete Neuausrichtung wird weiter vorangetrieben.

Klinikum Kassel
Gesundheit Nordhessen

Das Klinikum Kassel ist das größte kommunale Krankenhaus in Hessen.

Mit 7,8 Millionen Euro steckte die Gesundheit Nordhessen (GNH) 2020 tief in den roten Zahlen. Trotz eines weiteren Ausnahmejahrs konnte der Konzern sein Jahresergebnis 2021 nun stabiliseren. Das Ergebnis nach Steuern beträgt für 2021 1,6 Millionen Euro und hat sich damit im Vergleich zu 2020 um 9,4 Millionen Euro verbessert.

Das bereinigte EBITDA des Konzerns liegt mit 7,4 Millionen Euro 10,5 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (minus 3,1 Millionen Euro). Wesentlich für den Erfolg sei die positive Entwicklung des Klinikum Kassel, das ein Plus von 0,3 Millionen Euro (EAT) verbuchen konnte (2020: minus 4,7 Millionen Euro). Das Krankenhaus Bad Arolsen bliebe u.a. aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hinter der ursprünglichen Planung zurück und schließe mit einem Ergebnis nach Steuern (EAT) von minus 1,6 Millionen Euro ab. Im Vorjahr habe der Verlust noch bei 0,6 Millionen Euro gelegen.

Zwar sei das Jahresergebnis noch deutlich von der Corona-Pandemie geprägt, doch würden die Maßnahmen, welche die GNH 2019 einleitete, schrittweise Wirkung zeigen.

Mehr Vollzeitstellen geschaffen

Die Bindung und Gewinnung von Personal in Krankenhäusern, insbesondere in der Pflege und im Funktionsdienst blieb 2021 eine große Herausforderung. Dennoch sei es gelungen, die Zahl der Vollzeitstellen (VK) über alle Bereiche der GNH zu steigern. Einen besonderen Stellenwert für die Nachbesetzung und Neugewinnung von Pflegekräften habe die Akademie für Bildung mit über 450 Ausbildungsplätzen in den verschiedenen Pflegefachberufen.

Neuausrichtung vorangetrieben

Ungeachtet der Auswirkungen durch die Pandemie konnten die Projekte der GNH-Neuausrichtung weiter vorangetrieben und die negative Entwicklung der vergangenen Jahre aufgehalten werden. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen bilde der Ausbau und die Entwicklung der großen Zentren des Maximalversorgers Klinikum Kassel. Aufgrund des Krieges in der Ukraine, der mit einem erheblichen Kostenauftrieb einhergeht, würden die Planungen für die nächsten Jahre allerdings erschwert. Trotzdem setze man alles daran, weiterhin medizinisch hochwertige Leistungen anbieten zu können.

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