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Geschäftsjahr 2025Uniklinik Leipzig erreicht besseres Ergebnis als geplant

2025 hat das Universitätsklinikum Leipzig mit einem knappen Überschuss abgeschlossen. Doch steigende Kosten und drohende Sparmaßnahmen durch das GKV-Spargesetz trüben den Ausblick.

Vorstände des UKL
UKL/Stefan Straube
Vor allem das derzeit viel debattierte GKV-Stabiliserungsgesetz bereitet Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand (l.) und Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL, Sorgen.

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von einer halben Million Euro abgeschlossen und damit die eigenen wirtschaftlichen Ziele leicht übertroffen. Doch hinter dem positiven Ergebnis verbirgt sich trotzdem eine zunehmend angespannte Finanzlage – verschärft durch die auf Bundesebene diskutierten Sparmaßnahmen.

Mehr Patienten, mehr Kosten, wenig Spielraum

Die Fallzahlen des UKL entwickelten sich 2025 gut: Die Zahl der stationären und ambulanten Fälle stieg um durchschnittlich mehr als drei Prozent auf insgesamt 423.700. Dem gegenüber stehen jedoch deutlich gestiegene Personal- und Sachkosten sowie höhere Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung, die das operative Ergebnis belasten.

„Es ist uns dennoch gelungen, ein leicht positives Jahresergebnis zu erzielen, das besser ausgefallen ist als geplant", sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. Zur Stabilisierung beigetragen habe aber zusätzliche Unterstützung des Freitstaats Sachsen, ergänzt kaufmännischer Vorstand Dr. Robert Jacob. Die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben vergrößere sich zusehends.

GKV-Spargesetz als Bedrohungsszenario

Besondere Sorge bereite dem UKL-Vorstand das aktuell diskutierte GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Sollten die darin vorgesehenen Sparmaßnahmen umgesetzt werden, würde sich das operative Defizit des Klinikums nach Angaben Jacobs „um einen nennenswerten zweistelligen Millionenbetrag erhöhen". 

Für ein Haus der Maximalversorgung mit überregionalem Versorgungsauftrag seien die Kompensationsmöglichkeiten dabei sehr begrenzt.

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Trotz der angespannten Haushaltslage habe das UKL 2025 in die Modernisierung seiner Infrastruktur investiert. Zu den Neuerungen zählen ein modernes Herzkatheterlabor, ein neues OP-Mikroskop in der Neurochirurgie sowie innovative Bestrahlungstechnik in der Strahlenmedizin. Darüber hinaus wurden neue Therapieansätze bei Schlaganfall, Schwangerschaftserkrankungen und in der Intensivnachsorge entwickelt. 

Zwei Großvorhaben für 178 Millionen Euro

Das UKL bringt derzeit zwei Bauvorhaben mit einem Gesamtumfang von 178 Millionen Euro auf den Weg. Geplant sind die Zentralisierung der Nuklearmedizin sowie ein Erweiterungsbau für die Krebsmedizin, in dem unter anderem die Strahlentherapie untergebracht werden soll. 

„Unsere zentrale und sehr kompakte Lage ist zwar einerseits ein Vorteil, andererseits aber auch problematisch, da wir unsere steigenden Raumbedarfe kaum im Bestand decken können“, konstatiert Jacob. Langfristig plant das Klinikum daher in einem mehrstufigen Bau-Masterplan eine Ausweitung der Flächen über das heutige Areal hinaus – aufgeteilt in vier Bauphasen bis ins Jahr 2039. 

„Wir sind uns sicher, damit dann sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich gut für die Zukunft aufgestellt zu sein", so Josten, „auch wenn diese für uns Krankenhäuser sicherlich weiterhin herausfordernd bleibt."

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