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Geschäftsentwicklung 2021Umsatzerlöse bei Maternus-Kliniken verbessert

Die Maternus-Kliniken AG erzielte in 2021 bei Konzernumsatzerlösen von 111,4 Millionen Euro eine deutliche Ergebnisverbesserung. Für 2022 wird ein nochmal höherer Konzernumsatz von bis zu 114,5 Millionen Euro erwartet.

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Die Maternus-Kliniken AG hat im Geschäftsjahr 2021 – wie erwartet – trotz der auf 111,4 Millionen Euro (Vorjahr: 114,3 Millionen Euro) gesunkenen Konzernumsatzerlöse eine deutliche Verbesserung sämtlicher Ergebniskennziffern erzielt: Das Konzern-EBITDA konnte um 1,8 auf 14,9 Millionen Euro (Vorjahr: 13,1 Millionen Euro) erhöht werden. Das Konzern-EBIT nahm auf 3,8 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 Millionen Euro) zu und das Konzern-EAT wurde erheblich von -9,6 Millionen Euro in 2020 auf -2,5 Millionen Euro in 2021 verbessert.

Umsatzseitig beeinträchtigte vor allem die anhaltende Covid-19-Pandemie in 2021 die Geschäftsentwicklung des Maternus Konzern, die jedoch teils über Pflegesatzverhandlungen und Erstattungen im Rahmen des Pflege-Rettungsschirms kompensiert werden konnten. Sowohl im Kernsegment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen als auch im Segment Rehabilitation wurden die eigentlichen Zielgrößen mit einer Auslastung von 77,8 Prozent (Vorjahr: 80,1 Prozent) bzw. nur 48,7 Prozent (Vorjahr: 61,9 Prozent) deutlich verfehlt.

Prognose für 2021 bestätigt sich

Im August 2021 hatte der Konzern eine Prognose für das Geschäftsjahr abgegeben, welche sich nun bestätigt. Der Vorstand erwartete einen Gesamtumsatz in der Spanne von 108 bis 116 Millionen Euro (2021: 111,4 Millionen Euro). Die Umsatzprognose im Segment der Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen wurde dabei auf eine Spanne von 83 bis 87 Millionen Euro (2021: 84,8 Millionen Euro) herabgesetzt sowie die Umsatzprognose im Segment Rehabilitation auf 22,5 bis 26,5 Millionen Euro (2021: 24,4 Millionen Euro) angelegt. Auch das EBITDA lag mit 14,9 Millionen Euro in der Prognose in Höhe von 13 bis 17 Millionen Euro.

Zur verbesserten Ergebnislage haben erhöhte sonstige betriebliche Erträge (maßgeblich aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen), Kostenreduktionen im variablen Kostenbereich, gesunkene Fremdarbeit (Fremdpersonalkosten: -1,5 Millionen Euro) und das auf -6,0 Millionen Euro (Vorjahr: -7,2 Millionen Euro) verbesserte Finanzergebnis beigetragen.

Weniger Vollzeitkräfte beschäftigt

Auf der Personalseite sank die Anzahl der Vollzeitkräfte im Maternus Konzern jahresdurchschnittlich auf 1618 (Vorjahr: 1687), was neben der Schließung der Einrichtung in Altenahr an dem Umbau der Einrichtung in Pelm zu einer Tagespflege lag. Gleichzeitig gelang Maternus aber eine Zunahme der Bewerbungen um 22 Prozent, eine Reduktion der offenen Pflegefachkraftstellen um 24 Prozent sowie eine Erhöhung der Ausbildungsverträge um 6 Prozent.

Ausblick auf 2022

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 erwartet der Vorstand Konzernumsatzerlöse in einer Bandbreite von 106,5 und 114,5 Millionen Euro und plant ein Konzern-EBITDA zwischen 9,5 bis 13,5 Millionen Euro zu erzielen.

Auf das Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen werden, gestützt durch die bereits verhandelten Pflegesatzerhöhungen, voraussichtlich Erlöse in einer Bandbreite von 82,0 bis 86,0 Millionen Euro entfallen. Für das Segment Rehabilitation geht der Vorstand von Umsatzerlösen in einer Spanne von 23,0 bis 27,0 Millionen Euro aus.

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