Georg Thieme Verlag KG

Serie5 Fragen an Dr. Anne Sophie Geier

Laut der Geschäftsführerin des Spitzenverbandes Digitale Gesundheitsversorgung, Dr. Anne Sophie Geier, braucht es Durchhaltevermögen und Innovatoren, um weiterhin hohe medizinische Qualität gepaart mit E-Health-Lösungen bieten zu können.

Dr. Anne Sophie Geier
SVDGV/Composed by Thieme

Dr. Anne Sophie Geier, Geschäftsführerin Spitzenverband Digitiale Gesundheitsversorgung.

Worauf freuen Sie sich bei Arbeitsbeginn am meisten?

Meine Arbeitstage beginnen immer wieder anders und sind sehr abwechslungsreich. Ich habe täglich mit verschiedensten Menschen und Gesprächspartner*innen zu tun, die alle motiviert sind, in unserem Gesundheitssystem etwas zum Besseren zu bewirken. Die Themen sind dabei breit gefächert - mal geht es um Produkte, wie DiGA oder DiPA, mal stehen politische Fragen im Mittelpunkt, dann wieder wissenschaftliche Fragestellungen oder Herangehensweisen. Diese Vielfalt macht mir täglich aufs Neue Spaß.

Wofür wollen Sie die Verantwortung, die mit Ihrem Job einhergeht, nutzen?

Ich möchte daran arbeiten, dass die Versorgung in fünf Jahren weiterhin eine hohe Qualität aufweist und gleichzeitig durch innovative E-Health-Lösungen ergänzt und weiter verbessert wird. Für Ärzt*innen und Patient*innen soll ein echter Mehrwert erlebbar werden. Das ist natürlich kein Selbstläufer, sondern erfordert Durchhaltevermögen und Innovatoren, die das Ganze vorantreiben. Die entsprechenden Rahmenbedingungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Diese neu mitzugestalten ist eines unserer Ziele, an denen wir als Verband im SVDGV arbeiten.

Was können sich Menschen von Ihnen abschauen?

Man kann von jedem Menschen, mit dem man arbeitet oder zu tun hat, etwas lernen - das ist meine Überzeugung. Diese Haltung versuche ich täglich einzunehmen. Ich möchte anderen Menschen offen, unvoreingenommen und ohne Wertung begegnen, erst einmal zuhören, was jemand zu sagen hat und dann gemeinschaftlich an einer Lösung zu arbeiten. Auch im SVDGV agieren wir nach dieser Überzeugung - weil wir der Meinung sind, dass wir mit einer offenen Gesprächs- und Debattenkultur mehr erreichen, als wenn wir uns auf unterschiedliche Standpunkte fokussieren.

Wozu haben Sie im Beruf zuletzt Nein gesagt?

Kürzlich habe ich eine Kongresseinladung für eine Präsenzveranstaltung absagen müssen, aus zeitlichen Gründen. Das kommt immer mal wieder vor. Umso interessanter finde ich es, aktuell zu beobachten, wie viele neue Ideen und Ansätze für Veranstaltungsformate in den vergangenen Monaten entwickelt wurden. Denn in digitalen Formaten spielen die Faktoren Ort und Zeit plötzlich eine andere Rolle. Ich bin daher sehr gespannt, wie wir solche Events in Post-Pandemie-Zeiten ausrichten werden, welche Balance wir zwischen vor-Ort-Anwesenheit und virtueller Teilnahme finden werden.

Was wollten Sie früher werden und warum?

Im Grundschulalter war es mein Wunsch, Tierärztin zu werden. Anlass dazu gaben unsere Haustiere, denen ich natürlich jegliches Leid so gut es geht ersparen wollte. Die Gesundheit von Tier und Mensch haben mich schon immer interessiert. Der medizinische Bereich ist es ja im weitesten Sinne geblieben - auch, wenn ich mich heute einem etwas anderen Schwerpunkt widme.

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