Georg Thieme Verlag KG

Serie5 Fragen an Güngör Kara

Unternehmen sollten sich heutzutage „agil und kooperativ“ aufstellen und intern schnell in den verschiedensten Projektgruppen zusammenfinden und -arbeiten, empfiehlt Güngör Kara, Chief Digital Officer bei Ottobock.

Güngör Kara
Ottobock/Composed by Thieme

Güngör Kara, seit 2019 Chief Digital Officer bei Ottobock.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Nach einer Tasse grünem Tee zum Start in den Arbeitstag verschaffe ich mir einen Überblick über meine Ziele für die Woche und den Tag. Dann checke ich Emails, bereite die kommenden Termine vor und verbinde Themen und Menschen miteinander. Typischerweise gibt es einen Mix aus Videokonferenzen mit unseren digitalen Startups und Kunden, sowie strategisch-taktische Ausarbeitungen, um unseren Bereich weiterzuentwickeln.

Wo wachsen Ihre persönlichen mit gesellschaftlichen Zielen zusammen?

In meiner Position geht es darum, mit innovativen Digitallösungen einen spürbaren Mehrwert für Nutzer von Prothesen und Orthesen zu liefern. Das erleichtert Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Alltag. Auch persönlich ist es mein Antrieb, die digitale Transformation durch Innovation voranzutreiben. Hier ist das persönliche mit dem gesellschaftlichen verbunden. Daher sind wir als Team „Mission minded“ und spüren Erfüllung in der täglichen Arbeit.

Welches Thema erhält zu wenig Beachtung in der Gesundheitsbranche?

Corona-bedingt hat die Gesundheitsbranche viel Beachtung erfahren. Jetzt geht es darum, dass gesetzliche Rahmenbedingungen weiter vereinfacht und Prozesse beschleunigt werden. Wir haben ein starkes Momentum und die Verbindung zwischen Patienten, Orthopädietechnikern und Ärzten muss auf digitalen Plattformen zusammengebracht werden.

Gibt es Fachbereiche, die stärker kooperieren sollten?

Da sich durch den digitalen Wandel Anforderungen in und Schnittstellen zwischen den Fachbereichen ändern, kann man nur bedingt einzelne hervorheben. In diesem Jahrzehnt geht es vielmehr darum, dass ein Unternehmen sich „agil + kooperativ“ aufstellt. Das bedeutet, man bildet die interne Fähigkeit, sich schnell zusammenzufinden und den Grad an Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen neu zu bestimmen.

Haben Sie ein Vorbild?

Ich finde die Schlüsselkompetenzen einiger Persönlichkeiten vorbildlich. Steve Jobs hatte die Fähigkeit, ein innovatives und „klares“ Produkt wie das iPhone mit seinem Team zu erarbeiten. Elon Musk besitzt die Fähigkeit, aus einem einzelnen Produkt ein Netzwerk an Lösungen zu erarbeiten, etwa Elektrofahrzeuge mit einer neue Batterietechnologie ­­– und diese wiederum in Solarmodule für Hausdächer zu überführen. Daher versuche ich deren Schlüsselkompetenzen als Vorbild für mich zunehmen.

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