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OP 4.1

Bis 2020 wird der digitalisierte Operationssaal entwickelt

Die Urologische Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt mit Unternehmen und Partnern eine intelligente Plattform für den Operationssaal der Zukunft.

Uniklinikum Heidelberg

OP 4.1

Im Operationssaal der Zukunft soll eine intelligente und benutzerorientierte Plattform alle wichtigen Funktionen und Daten bündeln und diese übersichtlich und einheitlich u.a. auf einem Bildschirm darstellen. Während des Eingriffs informiert ein digitaler Assistent den Chirurgen, damit dieser die bestmögliche Behandlung für seinen Patienten einsetzen kann. Dies erhöht die Patientensicherheit und sorgt für verbesserte Abläufe im Operationssaal.

Damit aus dieser Vision Wirklichkeit wird, hat die Urologische Universitätsklinik Heidelberg das Projekt “OP 4.1” ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), sowie den Unternehmen SAP, Siemens Healthineers, Karl Storz und mbits entwickeln die Mediziner in Anlehnung an die “Industrie 4.0” in den kommenden zwei Jahren einen Prototypen für das digitale System, das zukünftig im Operationssaal eingesetzt werden soll.

Die Anforderungen an die neue Plattform werden seit dem Projektstart im August 2017 von den Heidelberger Urologen in Kooperation mit den Verbundpartnern gesammelt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi Deutschland) fördert das Konsortialprojekt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bis zum Jahr 2020 im Rahmen des Technologieprogramms Smart Service Welt II.

Offene Business-Plattform für mehr Patientensicherheit

Als Basis für “OP 4.1” und integraler Bestandteil der Plattform dient die bewährte “SAP Cloud Platform”, die u. a. Kernfunktionalitäten wie sichere Authentifizierung und Single-Sign-On (Einmalanmeldung) ermöglicht. Im Rahmen der weiteren Forschung sollen vier Starter-Apps entwickelt werden, auf die durch verschiedene Interaktionsformen, z. B. Spracheingabe im Operationssaal, aus einem sterilen Umfeld heraus zugegriffen werden kann.

So wird es in einigen Jahren möglich sein, das Operationsgebiet auf einem Bildschirm mit einer dreidimensionalen Grafik aus dem Computertomographen (CT) virtuell zu verknüpfen oder noch während der Operation die Belastbarkeit der betroffenen Gewebe zu berechnen. Durch diese Darstellung von Patientendaten und möglichen Risikostrukturen in Echtzeit während des chirurgischen Eingriffs soll bei minimalinvasiven Operationen wie z.B. Nierenteilresektionen eine optimale Therapie erreicht werden.

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