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Hacking Health Hackathon

Digitale Innovationen für den Klinikalltag ausgezeichnet

Beim von der Charité ausgerichteten Hackathon wurden die besten Ideen mit Geldpreisen von bis zu 2500€ ausgezeichnet. Die Teams präsentierten Hardware-Prototypen, Apps und weitere digitale Anwendungen.

Hacking Health Hackathon

Marco Schur

Die besten Teams wurden am Sonntag nach den Präsentationen ausgezeichnet.

Vom 1. bis 3. Dezember richtete Berlin Health Innovations, die gemeinsame Technologietransfereinheit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health, zusammen mit Hacking Health den ersten Hacking Health Hackathon aus. Bei einem Hackathon treffen sich Entwickler aus dem Software- und Hardwarebereich und arbeiten meist über mehrere Tage an einem festgelegten Thema. Hier kamen 15 interdisziplinäre Teams zusammen und erarbeiteten neue digitale Anwendungen für den Klinikalltag.

Drei Themengebiete wurden vorgegeben: 1: Hardware-Anwendungen für klinisch Tätige im Operationsaal, 2: Digitale Anwendungen für Diabetes-Patienten, 3: Künstliche-Intelligenz-Anwendungen (AI) für bessere medizinische Entscheidungen. 42 Stunden lang wurde gehackt und Prototypen für diese Aufgaben und neue Anwendungen entwickelt. Das Besondere: Es kamen Patientinnen und Patienten, unterschiedliche Praxiserfahrung sowie medizinisches und wissenschaftliches Know-how für ein gemeinsames Ziel zusammen. Am Ende wurden drei Teams gekürt, die Geldpreise und Mentoring für die weiteren Ausarbeitungen ihrer Ideen erhalten werden.

"Die beeindruckenden Ergebnisse zeigen, dass digitale Medizin schnell zu wegweisenden Innovationen für Patientinnen und Patienten führen kann“, sagt Dr. Rolf Zettl, Administrativer Vorstand und Verantwortlicher für Technologietransfer am Berlin Institute of Health.

Das Sieger-Team: Präzise Messung des Zentralen Venendrucks

Über eine Kamera und die Aufzeichnungen von Bewegungen bzw. Veränderungen des Blutvolumens kann der Zentrale Venendruck ohne invasive Methoden erfasst werden. Bisher erfolgt die Messung über zentralen Venenkatheter an liegenden Patientinnen und Patienten. Das Team "jvpQuant" hatte die Idee, über eine Kamera und die Aufzeichnungen von Bewegungen bzw. Veränderungen des Blutvolumens den zentralen Venendruck ohne invasive Methoden zu erfassen. Die Messung dient damit vor allem der Früherkennung von Krankheiten. Das Team aus Studierenden der Computer Science, Physik, Data Science, einem Arzt und einem Robotics Ingenieur stellte ihre Ideen und den funktionierenden Prototypen vor. Die Jury bestätigte dem Team, zum dem auch der Arzt Daniel Wendisch von der Charité gehörte, einen hohen medizinischen Bedarf.

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  • Charité
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