Georg Thieme Verlag KG

M-KISDigitale Patientenakten an allen Hamburger Asklepios Kliniken

An allen sieben Asklepios-Standorten in Hamburg ist jetzt die digitale Patientenakte eingeführt. Mithilfe des „M-KIS“ können Ärzt*innen und Pflegekräfte jederzeit und ortsunabhängig auf die Patientendaten zugreifen.

Patientendaten
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Symbolfoto

In den Asklepios Kliniken Hamburgs werden ab sofort sämtliche patientenbezogenen Daten nur noch digital, also komplett ohne Papierakten, dokumentiert. Insgesamt haben 10 000 Mitarbeitende in den Kliniken Zugriff auf das System. Basis für diese Technologieentwicklung, durch den Ärzt*innen und Pflegekräfte jederzeit und ortsunabhängig auf die aktuellen und vollständigen Patientendaten zugreifen können, ist das IT-Krankenhausinformationssystem „M-KIS“ der Meierhofer AG.

Mit M-KIS ermögliche man beispielsweise Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachabteilungen, sich parallel über die Befunde eines Patienten oder einer Patientin zu informieren. Die medizinischen Fachkräfte seien nicht länger auf das Weiterreichen einer Papierakte angewiesen – oder darauf, die Handschrift eines Kollegen oder einer Kollegin entziffern zu können, sagt Henning Schneider, Chief Information Officer (CIO) der Asklepios Kliniken Gruppe.

Entwicklungsbedarf bei Patient*innen-Kommunikation

90 Prozent der Kliniken in Deutschland arbeiten immer noch überwiegend mit Papierakten. Auch der kürzlich präsentierte DigitalRadar, bei dem die Kliniken den Reifegrad ihrer Digitalisierung selbst eingeschätzt haben, zeige, dass es noch viel zu tun gibt, um die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen, so Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender der Asklepios Kliniken Gruppe. Insbesondere die fehlende Kommunikation mit dem Patienten werde dort bemängelt. Dafür setzt Asklepios die Online-Terminbuchung von Samedi ein, durch die Patient*innen schon von der Terminbuchung digital angebunden werden.

Umstellung von Papier zur digitalen Akte in zwei Wochen

Mit einer ausführlichen Pilotphase hat Asklepios die digitale Patientenakte bereits seit 2016 sukzessive in den Hamburger Klinikstandorten eingeführt. Den Schlusspunkt setzte jetzt die Asklepios Klinik Nord, die das M-KIS genannte Klinikinformationssystem Anfang Februar 2022 in Betrieb genommen hat. In der größten Klinik im Konzern mit 3500 Mitarbeitenden wurden dafür eigens insgesamt 800 sogenannte Access Points, 140 Visitenwagen, 400 A4-Tischscanner, hunderte Tischcomputer sowie 30 spezielle Wandarbeitsplätze (Großbildschirme) beschafft und installiert. Die Umstellung von Papier auf digitale Akten habe dort zwei Wochen gedauert, sagt Prof. Dr. Klaus Herrlinger, Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Nord-Heidberg.

Lesen Sie dazu mehr im Exklusiv-Interview mit Matthias Meierhofer, Geschäftsführer der Meierhofer AG, und dem Asklepios-COO Joachim Gemmel in der kma Juli/August-Ausgabe (ET: 15.07.2022).

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