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StandardisierungsexpertiseGematik koordiniert Interoperabilität

Mit Inkrafttreten der GIGV am 15.10.2021 fungiert die Gematik ab sofort als Koordinationsstelle für die Interoperabilität in Deutschland. Ziel ist, die bestehende Expertise zu bündeln.

Zusammenarbeit
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Symbolfoto

Im deutschen Gesundheitswesen koordiniert die Gematik ab sofort die nationale Interoperabilität und bringt die Standardisierungsexpertise verschiedener Institutionen und Personen an einem neutralen „runden Tisch“ zusammen.

Die Zuständigkeit für die Koordination des sektoren- und akteursübergreifenden Zusammenspiels der IOP im Gesundheitswesen hat sie mit Verabschiedung der „Gesundheits-IT-Interoperabilitäts-Governance-Verordnung“ (kurz: GIGV) vom 14.10.2021 erhalten. Die Verordnung tritt am 15.10.2021 in Kraft.

Die Koordinierungsstelle und das Expertengremium prüfen gemeinsam, welche Standards, Profile und Leitfäden noch bestehende Brüche im Austausch von Gesundheitsdaten in Deutschland schließen können und entscheiden über deren verbindlichen Einsatz. Existierenden und international anerkannten Standards, Profilen und Leitfäden wird dabei Vorrang vor neu zu entwickelnden oder gar Eigenentwicklungen einzelner Akteure gegeben. Für die zielgerichtete Analyse und Erarbeitung von Empfehlungen wird es einen transparenten Beteiligungsmodus geben, um die notwendige Standardisierungsexpertise einbinden zu können. Im Ergebnis sollen verbindliche Empfehlungen für ein interoperables Gesundheitssystem entstehen, die aus interdisziplinärer Teamarbeit und konsensbasierten Entscheidungsprozessen hervorgegangen sind.

Wissensplattform informiert und navigiert

Eine weitere Rolle nimmt die Gematik laut Verordnung künftig auch als Betreiber und Gestalter der Wissensplattform ein. Diese löst das bestehende Interoperabilitätsverzeichnis Vesta ab und wird nach den Bedarfen der Nutzer weiterentwickelt. Auf dieser Plattform wird die Gematik u. a. aktuelle Informationen zur Arbeit des Expertengremiums, der Arbeitskreise sowie Standards und Empfehlungen veröffentlichen. Ebenso werden spezifische Informationen zur Interoperabilität im deutschen Gesundheitswesen z. B. zu laufenden Projekten und Veranstaltungen in der Wissensplattform gebündelt.

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