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DigitalisierungKliniken des Landkreises Lörrach führen Telekom-KIS ein

Die Kliniken des Landkreises Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus werden zu 2023 mit einem Krankenhausinformationssystem (KIS) der Telekom ausgestattet. Die Lösung wird zwei Jahre später auch im neuen Lörracher Zentralklinikum eingesetzt.

Visualisierung des Zentralklinikums in Lörrach
Kliniken des Landkreises Lörrach

Visualisierung des Zentralklinikums in Lörrach

Die Kliniken des Landkreises Lörrach erhalten zusammen mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus ein neues Krankenhausinformationssystem (KIS). Noch arbeiten die Häuser mit unterschiedlichen Systemen. Diese werden ab 2023 durch iMedOne von der Telekom abgelöst, das auch im neuen Klinikum am Stadtrand Lörrachs zum Einsatz kommen wird. Auf der digitalen Ebene ziehen die vier Standorte also bereits zwei Jahre vor Inbetriebnahme des Klinikneubaus 2025 zusammen. Für die Finanzierung des insgesamt fünf Jahre laufenden Millionen-Projektes hatten sich die Kreiskliniken um KHZG-Fördermittel des Bundes beworben.

Alle Informationen lassen sich auf Tablets abrufen

„Dank des Krankenhauszukunftsgesetz können wir diese Digitalisierungsoffensive weit vor der Eröffnung unseres neuen Klinikums starten und nach dem Umzug reibungslos mit dem iMedOne-System weiterarbeiten“, erklärt Geschäftsführer Marco Clobes, der den Bereich IT bei den Lörracher Kliniken verantwortet. Der Bund hat im Rahmen des Krankenhauszukunftsfonds Fördergelder in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro bereitgestellt, damit Krankenhäuser in moderne Notfallkapazitäten, die Digitalisierung und ihre IT-Sicherheit investieren können. Die Anwendung iMedOne erfüllt alle Voraussetzungen des KHZG, um entsprechend gefördert zu werden.

Nach der Ablösung der bestehenden Systeme erfolgen ab 2023 die Visiten in allen Häusern mit mobilen Helfern. Die Klinikmitarbeitenden werden die gewünschten Informationen auf den Displays ihrer Tablets abrufen. Sie können Röntgenbilder, Laborwerte oder Behandlungsverläufe unabhängig von Ort und Zeit betrachten und darüber direkt mit Kolleg*innen oder Patient*innen sprechen. Aktuelle Änderungen im Krankheitsverlauf lassen sich zudem ohne Zeitverlust vor Ort dokumentieren und kontrollieren. Pflegekräfte können mithilfe des KIS während der Visite die Vitalwerte erfassen, Auffälligkeiten notieren und Aufgaben verwalten. Es lassen sich auch Fotos aufnehmen und direkt in der Krankenakte speichern, zum Beispiel um Wundheilprozesse festzuhalten.

Integriertes Patientenportal erleichtert Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb der Kliniken sowie die Anbindung an die Telematikinfrastruktur wird komfortabler und zu hundert Prozent datenschutzkonform erfolgen: Das Personal hat den Verlauf eines Auftrags stets im Blick, Automatisierung erleichtert das Verfassen von Aufnahme-, Verlegungs- und Entlassungsbriefen oder OP-Berichten. Aufträge an Leistungsstellen oder Datenübermittlung an externe Stellen wie Hausärzt*innen oder Rehazentren erfolgen per Mausklick. Zuweisende Ärzt*innen oder auch die Patient*innen selbst können künftig über das integrierte Patientenportal Termine in den Kliniken des Landkreises Lörrach buchen, Dokumente hochladen oder Medikationspläne abrufen. So sollen das ärztliche Personal und Pflegende entlastet werden, um mehr Zeit für die Patient*innen zu haben.

Die Kliniken des Landkreises Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus verfügen über 20 Fachabteilungen. 2019 kümmerten sich über 2200 Mitarbeitende um etwa 35 000 stationäre Fälle.

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