
US-Präsident Donald Trump löst offenbar mit seiner brachialen Wirtschaftspolitik auch im deutschen Health-IT-Markt ein Umdenken bei den Kunden aus. Auf der DMEA berichteten Vorstände mehrere großer Health-IT-Unternehmen, dass deutsche Klinikträger aufgrund der unsicheren Lage verstärkt nach Alternativen zu amerikanischen Cloudanbietern wie AWS, Microsoft etc. suchen.
Von der wachsenden Skepsis in deutschen Kliniken profitiert offenbar Schwarz Digits, die IT- und Digitaltochter der deutschen Schwarz Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören. „Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen haben den Wunsch nach digitaler Souveränität für deutsche und europäische Unternehmen auch im Gesundheitswesen befeuert. Wir bemerken ein vermehrtes Interesse an unseren souveränen Lösungen, die wir mit Schwarz Digits am Markt anbieten“, so eine Sprecherin von Schwarz Digits auf Anfrage von kma. Konkrete Zahlen nannte sie jedoch nicht.
Interesse an „StackIT“ wächst
Schwarz Digits war erst 2023 gegründet worden und konnte bereits einige Erfolge im Gesundheitswesen verbuchen. So gelang es der Lidl-Schwester Anfang des Jahres, mit dem privaten Klinikkonzern Sana eine strategische Partnerschaft zu schließen, speziell im Bereich Cybersicherheit. Gleichzeitig wächst das Interesse an „StackIT“, der Cloudlösung von Schwarz Digits. Deren technische Infrastruktur befindet sich ausschließlich auf Servern in Deutschland und Österreich.
Die Gesundheitsbranche ist mit dem Umschwenken der Kunden nicht allein. Auf Anfrage des Nachrichtenportals Spiegel Online registrieren auch andere deutsche Tech-Anbieter ein erhöhtes Interesse an deutschen IT-Produkten. So registriert Cloudanbieter Ionos eine „deutlich höhere Nachfrage“, Tech-Gründer Peer Henlein sprach gegenüber dem Portal sogar von einem „regelrechten Ansturm“ auf die deutschen IT-Produkte.








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