Georg Thieme Verlag KG

Digitale KommunikationOnboarding in Zeiten von Corona

Das Helios Klinikum Berlin Buch geht digitale Wege, um neue Mitarbeiter zu begrüßen und ihnen das Haus vorzustellen: Die Begrüßung und Live-Führung via Instagram und Facebook war ein voller Erfolg. Fragen wurden zeitgleich im Chat beantwortet.

Instagram Live Chat Helios Klinikum Berlin-Buch
Instagram (heliosberlinbuch)

Anja Himmelsbach, Leiterin der Unternehmenskommunikation in Berlin-Buch, führt zusammen mit zwei Pflegekräften per Instagram Live-Chat die neuen Azubis durch das Klinikum.

„Bisher haben über 12 000 Leute unsere Videos auf Facebook oder Instagram gesehen,“ erklärt die Leiterin der Unternehmenskommunikation des Helios-Hauses, Anja Himmelsbach. Anlässlich der Corona-Krise konnten die neuen Auszubildenden nicht wie gewöhnlich durch das Haus geführt und vorgestellt werden. Da ließ sich die IT-affine Kommunikationsfachfrau kurzerhand etwas einfallen. Sie führte die neuen Kolleginnen und Kollegen mit zwei Pflegekräften per Live-Stream durchs Gebäude. Normalerweise werden die Azubis von der Pflegedienstleitung begrüßt – so auch bei dieser Führung. Vom Herzstück des Klinikums, dem Eingangsbereich mit Cafeteria und Infopunkt, ging es direkt zur Pflegeleitung. Frau Hertel und Frau Fischer hießen alle ganz herzlich willkommen und bedauerten, dass die diesjährigen Frischlinge nicht in den Genuss kommen, die lange Nacht der Wissenschaft miterleben zu dürfen; diese ist Corona-bedingt abgesagt. Aber die Pflege-Azubis sind ja drei Jahre in Buch und haben vielleicht auch in einem der nächsten Jahre die Gelegenheit, das Event mitzuerleben.

Der Rundgang ließ kaum eine Ecke des Hauses aus. Die Neuen wurden virtuell in die Wäscheausgabe genauso eingewiesen wie in den Lageplan der Häuser – inklusive des farblichen Leitsystems im ganzen Haus. Aber nicht nur die Zugriffszahlen waren sehr gut, auch die Pflegekräfte waren von dieser neuen Art der Kommunikation so begeistert, dass sie mehr von diesen Formaten machen wollen. „Eine neue Serie ist geboren“, erklärt Himmelsbach stolz. Bei der Live-Führung wurde auch auf Fragen, die immer wieder gestellt werden oder im Vorfeld schon aufgetaucht sind, eingegangen. Ein Beispiel: Muss man 18 Jahre alt sein, wenn man in der Rettungsstelle arbeiten will? Klare Antwort: Ja.

Beim ersten Versuch lief nicht alles reibungslos. So haben die Verantwortlichen gelernt, dass das W-Lan im Haus nicht immer stabil ist und auch bezüglich der stabilen Tonqualität gibt es noch Nachbesserungsbedarf. Da die Live-Begehung mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, kann sie auf YouTube auch störungsfrei angeschaut werden. Für künftige Führungen wird nachgebessert. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir finden es eine interessante Variante, neue Mitarbeiter auch in Zeiten von Corona wertzuschätzen und willkommen zu heißen.

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