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Sana KlinikenErstes Telemonitoringzentrum in Berlin eröffnert

In Berlin soll die telemedizinische Behandlung bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz flächendeckend angeboten werden. Die Sana Kliniken haben nun ihr erstes Telemonitoringzentrum in Berlin eröffnet.

Sana Telemonitoringzentrum
Volker Knauer

Sana Telemonitoringzentrum

Bislang wurde sie nur in Studien untersucht oder regional über Sonderverträge realisiert – jetzt kommt sie erstmals in die flächendeckende Anwendung: die telemedizinische Behandlung bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz. Dabei arbeiten behandelnde Ärztinnen und Ärzte mit einem telemedizinischen Zentrum zusammen.

Mit engmaschigem Monitoring gegensteuern

Ziel ist es, Veränderungen bei der Herzleistung des Patienten durch engmaschiges Monitoring zu erkennen, um frühzeitig gegensteuern zu können. Diese neuen Leistungen sind seit Januar 2022 im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM), der die Grundlage für die Abrechnung der vertragsärztlichen Leistungen bildet, und stehen somit allen Betroffenen zur Verfügung.

Die Sana Kliniken gehören nach eigenen Angaben zu den ersten Einrichtungen, welche die telemedizinische Patientenbetreuung jetzt in Berlin anbieten. Erste Patientinnen und Patienten wurden bereits angeschlossen. Es ist nun auch möglich den ländlichen Raum am medizinischen Fortschrtt teilhaben zu lassen. Als wichtige Ergänzung einer modernen Patientenversorgung in der Kardiologie könne man beginnende Verschlechterungen der kardiovaskulären Situation frühzeitiger erkennen, so Prof. Dr. Fabian Knebel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie am Sana Klinikum Lichtenberg in Berlin.

Telemonitoring als ambulante Kassenarztleistung

Das Telemonitoring könne hierbei als ambulante Kassenarztleistung bei Patienten mit einer verringerten Pumpleistung des Herzens, den Stadien NYHA II und III der Herzinsuffizienz, erfolgen, die bereits mit einem implantierten herzunterstützenden Aggregat behandelt werden. Es komme auch zum Einsatz bei Personen ohne ein solches Implantat, die wegen einer kardialen Dekompensation in den vergangenen zwölf Monaten im Krankenhaus versorgt werden mussten, heißt es bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Daten von Fachkräften ausgewertet

Die kardiologische Praxis der Sana Gesundheitszentren in der Poliklinik am Berliner Tierpark bildet den fachlichen Kern der Sana Telemedizin. Das TMZ ist unter anderem für das Management der zu überwachenden Herz- und Vitalparameter sowie die technische Ausstattung der Patientinnen und Patienten zuständig – nach Abstimmung im Vertretungsfall auch für die Aufgaben der behandelnden Ärzt*innen.

Die Aufgaben des TMZ können ausschließlich Kardiolog*innen übernehmen, die bestimmte zusätzliche Voraussetzungen im Bereich der Telemedizin erfüllen. Hierbei können Patient*innen ihre Daten, unter anderem zu Blutdruck, EKG, Gewicht und allgemeiner Befindlichkeit, via Tablet an eine elektronische Patientenakte des TMZ schicken. Dort werden sie von einer medizinischen Fachkraft vorausgewertet und von einem verantwortlichen Kardiolog*in beurteilt. Falls Werte vom Normbereich der Behandlung abweichen, informiert die TMZ-Praxis die Patient*in und die behandelnden Ärzt*innen, damit Behandlungsmaßnahmen angepasst werden können. Diese Betreuung verbessert nachweislich den Therapieerfolg und das Befinden der Patient*innen.

Das neue Telemonitoringzentrum (TMZ) der Sana Gesundheitszentren Berlin-Brandenburg gehöre damit zu den ersten, die von der Kassenärztlichen Vereinigung anerkannt wurden und Regelleistung im kassenärztlichen Bereich erbringt. Weitere Zentren sollen schon bald folgen.

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